Flensburg & THW Kiel weiter auf Erfolgskurs - Füchse Berlin straucheln in Lemgo

Der dänische Weltmeister Rasmus Lauge traf für Flensburg am besten

Bildquelle: Wenflou [CC BY-SA 0], via Wikimedia Commons (Bild bearbeitet)

Nach der WM-Pause hat die DKB Bundesliga den Spielbetrieb aufgenommen. In Teil eins des 20. Spieltags feierten die beiden Topklubs SG Flensburg-Handewitt und der THW Kiel in der Ferne Favoritensiege. Derweil haben die Füchse Berlin bei ihrem Gastspiel in Lemgo Punkte gelassen, während der VfL Gummersbach im Kellerduell mit Ludwigshafen nach desolater erster Halbzeit Sekunden vor dem Abpfiff noch einen wichtigen Punktgewinn einfuhr. DieTSV Hannover-Burgdorf konnte hingegen ihre Negativserie stoppen.

Die SG Flensburg-Handewitt hat sich von der Unterbrechung durch die Handball WM nicht aus der Bahn bringen lassen. Der amtierende Meister entführte am Donnerstagabend die vollen 2 Punkte bei der HSG Wetzlar, die letztlich deutlich mit 30:23 (13:12) abgefertigt wurden. Damit konnten die Norddeutschen den 20. Sieg im 20. Ligaspiel feiern und grüßen mit der Maximalausbeute von 40 Punkten weiterhin von Platz eins.

Flensburg kann sich dänische Weltmeister verlassen

Dabei fand die SG zunächst nur schwer ins Spiel und Wetzlar entpuppte sich im ersten Durchgang als ebenbürtiger Gegner. Doch nach dem Wechsel schaltete Flensburg ein paar Gänge höher und wurde von Minute zu Minute besser. Am Ende war der Auswärtssieg nicht in Gefahr, wobei sich die Flensburger vor allem auf ihre dänischen Weltmeister verlassen konnte.

Rasmus Lauge war mit sieben Toren erfolgreichster Schütze, seine beiden Landsmänner Magnus Röd und Anders Zachariassen trafen jeweils fünfmal. Zudem zeigte SG-Keeper Benjamin Buric eine starke Partie. Die HSG Wetzlar, die durch die Pleite auf den 14. Platz der DKB Bundesliga abgerutscht ist, hatte in Stefan Cavor (7 Tore) seinen besten Mann.

THW Kiel gibt sich trotz Schwächephase keine Blöße

Auch der THW Kiel meldete sich mit einem Sieg nach der WM-Pause zurück und behielt bei Frisch Auf Göppingen mit 29:25 (17:12) die Oberhand. Für die „Zebras“ war es der 16. Sieg in Serie, die aber nach wie vor 4 Punkte Rückstand auf Flensburg haben.

Die Kieler erwischten einen Blitzstart und lagen schnell mit 5:1 in Front. Die Führung wurde bis zur Pause souverän verteidigt und leicht auf fünf Tore ausgebaut. Doch in den zweiten 30 Minuten schwächelte der THW zunächst, was Göppingen für eine Aufholjagd nutzte und sich zwischenzeitlich bis auf einen Treffer herankämpfte. Doch der THW Kiel ließ sich den Sieg nicht mehr aus der Hand nehmen.

Füchse patzen in Lemgo - Gummersbach bejubelt Last-Minute-Remis

Das würden die Füchse Berlin auch gerne von sich behaupten. Der Tabellenfünfte lag beim TBV Lemgo Lippe nach fünf Minuten zwar mit 5:0 vorne, doch am Ende zogen die Hauptstädter mit 30:34 (15:15) den Kürzen. Auch der stark aufspielende Nationalkeeper Silvio Heinevetter, der rund 32 Prozent der Würfe auf seinen Kasten parierte, konnte die erste Pleite nach zuvor von fünf gewonnenen Partien nicht vermeiden. Für die Füchse steuerte Hans Lindberg (8) und Nationalspieler Paul Drux (6) knapp die Hälfte aller Treffer bei. Auf Seiten des TBV Lemgo, die in der Handball Bundesliga Tabelle als Neunter im gesicherten Mittelfeld liegen, stach Patrick Zieker mit 9 Toren heraus.

Im Tabellenkeller trennten sich der VfL Gummersbach und Die Eulen Ludwigshafen hingegen mit einem 20:20-Unentschieden. Der gastgebende Traditionsklub wird mit dem wertvollen Punktgewinn sehr zufrieden sein. Schließlich bot der VfL im ersten Durchgang eine indiskutable Leistung und lag zum Pausenpfiff deutlich mit 5:12 zurück. Doch dank einer Leistungssteigerung nach Wiederbeginn verdienten sich die Gummersbacher das Remis, wobei der Ausgleichstreffer erst 19 Sekunden vor Ende fiel, der zugleich den zweiten Saisonsieg der Eulen verhinderte. Top-Torschütze der Partie mit sieben Buden war Ivan Martinovic vom VfL Gummersbach.

Im Tabellenkeller liegt Gummersbach mit 3 Punkten Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz auf dem 16. Rang, während Ludwigshafen (5 Punkte) weiter Träger der roten Laterne ist.

TSV Hannover-Burgdorf stoppt Talfahrt mit Kantersieg

In einer weiteren Partie am Donnerstagabend konnte die TSV Hannover-Burgdorf ihre sieben Spiele umfassende Pleitenserie mit einem Kantersieg stoppen. Die Niedersachsen mit ihren beiden WM-Teilnehmern Fabian Böhm und Kai Häfner fegten den Tabellennachbarn TVB 1899 Stuttgart gleich mit 33:22 (19:12) von der Platte und fuhren den ersten Sieg seit November ein. Erfolgreichster Schütze des TSV war Timo Kastenring, der neunmal einetzte.


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