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Kurt Koch und seine Trainerentlassung nach der Saison 1967/68 beim Hamburger SV

Bildquelle: Ron Kroon / Anefo [CC0] CC BY-SA 0 [CC BY-SA 0], via Wikimedia Commons (Bild bearbeitet)

Die Anfangsjahre in der Bundesliga gestalteten sich für den Hamburger SV durchaus schwer. Das musste auch der HSV-Trainer Kurt Koch am eigenen Leib erfahren, der die Rothosen in der Saison 1967/68 trainierte. Auf internationalem Parkett konnten die Hanseaten zwar glänzen, doch in der Bundesliga lief es eher schlecht als recht. Am Ende der Spielzeit kam es zur Trainerentlassung von Kurt Koch.

Nachdem der HSV in der Vorsaison unter Trainer Josef Schneider in der Rückrunde förmlich abstürzte und am Ende nur den 14. Platz belegte, sollte es nun unter dessen Nachfolger Kurt Koch endlich bergauf gehen. Diese Vorgabe erfüllte der neue Hamburger SV Trainer nur bedingt.

1967/68: Mit HSV-Trainer Koch ging es auf und ab

Auf nationaler Ebene lief es für die Norddeutschen wenig erfreulich. Nach einem schwachen Saisonstart mit fünf Pleiten am Stück zwischen dem 3. bis 7. Spieltag fand sich der Hamburger SV tief im Tabellenkeller auf dem 17. Platz wider. Bis zum Ende der Hinrunde der Saison 1967/68 konnte HSV-Trainer Kurt Koch keine richtige Trendwende herbeiführen und so verabschiedete man sich als 15. in die Winterpause. Aus dieser kamen die ausgeruhten Hamburger aber mit viel Schwung und Elan und konnte eine beachtliche Serie hinlegen.

So blieb die Truppe um HSV-Torjäger Uwe Seeler in elf Spielen (sechs Siege, fünf Unentschieden) in Folge ungeschlagen und zeigte sich im Vergleich zur enttäuschenden Hinrunde deutlich verbessert. Auch in der Tabelle ging es mit dem Hamburger SV steil nach oben und am 27. Spieltag rangierte die Elf von Trainer Kurt Koch auf einem guten 6. Platz. Doch zum Ende der Bundesliga-Saison 1967/68 ging dem HSV die Luft aus, wobei nur noch eins der restlichen sieben Spiele gewonnen wurde. Zwar hatte man mit dem Abstiegskampf nichts am Hut, doch der 13. Tabellenplatz am Saisonende 1967/68 war dennoch enttäuschend.

Zumindest konnte HSV-Coach Kurt Koch mit seiner Mannschaft im Europapokal der Pokalsieger für Aufsehen sorgen, wurde doch sensationell das Finale erreicht. Im Endspiel gegen den AC Mailand war der Hamburger SV aber chancenlos und verlor 0:2. Nichtsdestotrotz wurde im Norden gefeiert.

Trainerwechsel beim HSV: Knöpfle folgte auf Koch

Für Koch sollte es aber als HSV-Trainer nicht weiter gehen und nach nur einer Saison kam es zum Trainerwechsel. Der neue Mann an der Seitenlinie ab Juli 1968 wurde Georg Knöpfle, der mit dem 1. FC Köln 1963 Deutscher Meister wurde. Für Koch war Hamburg indes die einzige Trainerstation in der Bundesliga. Für ihn ging es beim SV Arminia Hannover weiter.

 

 

In Hannover blieb Kurt Koch jedoch auch nur eine Saison, ehe er beim VfB Oldenburg anheuerte. Abermals eine Saison später nahm er seinen letzten Trainerposten bei Schweinfurt 05 an. Zum 30.06.1972 war dann aber auch dort Schluss und damit einhergehend auch seine Trainerkarriere.

Erfand Kurt Koch den Libero?

Zu seiner Zeit beim VfL Oldenburg, wo Kurt Koch bereits von 1960 bis 1965 Trainer war, spielte er mit seinem Klub gegen den Hamburger SV. Und genau hier beginnt die kurze Anekdote, denn als Trainer ließ er Helmut Mrosla nicht nur in der Abwehr spielen, sondern entband ihn von seinen eigentlichen Aufgaben.

So konnte er, wenn die Defensivordnung es zuließ, mit nach vorne stürmen. Das kannte man im Jahre 1963 noch nicht und so zeigte sich der HSV auch ziemlich verwirrt. Ob Kurt Koch nun schlussendlich den Libero, dessen Begriff man damals noch gar nicht kannte, erfunden hat, ist gar nicht so uninteressant. Auf jeden Fall war der Trainer einer der Ersten seiner Zunft, der diese Rolle auf den Platz brachte.

Heute wäre Kurt Koch 100 Jahre alt geworden

Während Koch später in der Bundesliga beim Hamburger SV im Rampenlicht stand, ist privat nicht viel über ihn in Erfahrung zu bringen. Geboren am 2.11.1919, wäre er heute 100 Jahre alt geworden. Leider verstarb der ehemalige HSV-Trainer am 9.11.2000 mit 81 Jahren.

Noch heute dürften viele HSV-Fans an den „großen Erzähler“ zurückdenken. Das Erreichen des Europapokalendspiels dürfte hier eine wesentliche Rolle spielen.

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