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Beben in England: Manchester City muss mit harten Strafen rechnen

Bildquelle: Manchester City v Chelsea, 2004/5 by Richard Cooke CC BY-SA 2.0 [CC BY-SA 2.0], via Wikimedia Commons (Bild bearbeitet)

Schon seit Wochen brodelt es in der Premier League. Schuld daran sind über 100 Fälle, in denen Manchester City gegen die Finanzregeln des Verbands verstoßen hat. Der Klub wurde bereits für schuldig befunden und muss jetzt um die nähere Zukunft zittern, denn ein Verbleib in der höchsten englischen Spielklasse dürfte kaum noch möglich sein, wenn man den Meldungen der „Daily Mail“ Glauben schenken kann.

Eine unabhängige Untersuchungskommission kam zum Schluss, dass die „Skyblues“ zwischen den Spielzeiten 2009/10 und 2017/18 massiv gegen besagte Finanzregeln der Premier League verstieß und verurteile den Klub gleichzeitig, wobei das Strafmaß noch nicht bekanntgegeben wurde. Die Urteilsverkündung kann sich zudem hinziehen – der Klub selbst habe bereits Einspruch gegen das Urteil eingereicht.

Manchester City wehrt sich

Brisant hierbei ist jedoch, dass laut den Meldungen einiger Insider, welche die „Daily Mail“ für ihre Berichterstattung auswählte, das Strafmaß noch vor der Entscheidung, ob die Berufung zugelassen wird oder nicht, verkündet werden soll. Hierbei kommt wohl auch ein beschleunigtes Verfahren zur Anwendung , welches zugrunde legt, dass die Berufung des Klubs innerhalb von 12 Wochen angehört werden muss. Gleichzeitig wird auch das Urteil innerhalb von 30 Tagen bekanntgegeben.

Die Verantwortlichen von Manchester City gehen bereits jetzt schon mit allen juristischen Mitteln gegen das Strafverfahren vor. Man selbst weist jegliches Fehlverhalten von sich und bekräftigt indes, nicht gegen die Finanzregeln der Liga verstoßen zu haben. Die Aussichten auf Erfolg, dass die zu bevorstehende Strafe zurückgenommen wird, tendiert eher gen Null. Unklar ist allerdings, welche Strafe Manchester City am Ende zu erwarten hat.

Führt Punktabzug Manchester City in die 2. Liga?

Die Strafe könnte drakonisch ausfallen, denn neben einer wahrscheinlich sehr hohen Geldstrafe, könnte dem zehnmaligen englischen Meister auch der Sturz in die Zweitklassigkeit bevorstehen. Aus Insiderkreisen ist zu hören, dass der Klub einen Punktabzug erhalten soll, der noch in dieser Saison greift, welcher zugleich so hoch wäre, dass dieser den Abstieg bedeuten würde.

Das soll indes nicht alles sein, denn glaubt man den Spekulationen, soll ein weiterer Punktabzug auch für die neue Saison ein Thema sein, was bedeuten könnte, dass Manchester City gar nicht erst direkt den Wiederaufstieg in die Premier League schaffen könnte. Es wäre ein bitteres Szenario, welches jedoch zeigen würde, dass der englische Verband die Finanzvergehen und somit auch die Aushöhlung des Sports ernst nimmt. Eine saftige Geldstrafe allein wäre bei dem finanziellen Background, den Manchester City besitzt, ein Tropfen auf dem heißen Stein.

 

 

Was passiert mit den Titeln?

Ein Ausschluss aus der Premier League wird dabei wohl nicht in Betracht gezogen, denn dies würde ein Chaos im Ligabetrieb auslösen. Bereits gespielte Partien von den „Skyblues“ müssten annulliert werden, wodurch die anderen Vereine die Auswirkungen ausbaden müssten. Daher macht ein satter Punktabzug durchaus Sinn. Zwischenzeitlich hatte man wohl überlegt, Manchester City in die 4. englische Liga zu schicken, was sich jedoch nicht so einfach bewerkstelligen lässt, da die unterklassigen Ligen in Eigenverantwortung agieren und einen derartigen Beschluss mitbestimmen müssten. In diesem Fall dürfte es also die englische 2. Liga werden, in der sich Manchester City aufrappeln könnte.

Spannend dürfte auch sein, wie mit den errungenen Titeln zwischen 2009 und 2010 verfahren wird. Werden diese aberkannt oder eher nicht? Eine Frage, die sich heute noch nicht beantworten lässt. Unklar ist auch, wie die UEFA auf den Fall von Manchester City reagieren wird. In den vergangenen Wochen wurden Stimmen laut, dass der Klub wohl auch eine Sperre für sämtliche UEFA-Wettbewerbe erhalten könnte. Die Rede ist dabei von 10 Jahren, die Manchester City auf europäischer Bühne aussetzen könnte.

Wie reagiert die UEFA?

Fraglich ist jedoch, ob die UEFA ein solches Strafmaß verkünden wird, wenn man bedenkt, welche Strahlkraft der Klub international besitzt und immerhin geht es der UEFA auch um Millioneneinnahmen, die durch die Vermarktung der Champions League erzielt werden. Manchester City ist hierbei auch ein Zugpferd und von daher darf man eine Entscheidung seitens der UEFA mit Spannung erwarten.

Unklar ist zudem auch, wie es mit den zahlreichen Topstars des englischen Klubs weitergehen wird. Wahrscheinlich ist, dass ein Erling Haaland beispielsweise dann kaum noch zu halten sein dürfte, wobei man davon ausgehen kann, dass sein Vertrag nur für die Premier League, aber nicht für die dortige zweite Liga gilt. Eine Spielerflucht wäre also nicht abwegig.

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