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Leverkusen bezwingt Glasgow Rangers - Pleiten für Wolfsburg & Frankfurt

Bildquelle: Johnelwaq CC BY-SA 4.0 [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons (Bild bearbeitet)

Bayer Leverkusen ist weiter on fire: Die Werkself siegte im Achtelfinal-Hinspiel der Europa League mit 3:1 bei den Glasgow Rangers und verschaffte sich eine glänzende Ausgangsposition für das Erreichen der nächsten Runde. Das können der VfL Wolfsburg und Eintracht Frankfurt nicht von sich behaupten. Die Wölfe unterlagen im heimischen Stadion Schachtar Donezk mit 1:2, die Eintracht kassierte gar eine 0:3-Schlappe gegen den FC Basel.

Bayer Leverkusen hat die Festung Ibrox-Stadium gestürmt und ihren Höhenflug fortgesetzt. Durch den 3:1-Erfolg bei den Glasgow Rangers sind die Rheinländer seit nunmehr zehn Pflichtspielen unbesiegt und fügten dem schottischen Traditionsklub die erste Heimpleite nach 17 Europapokal-Spielen bei. In einem intensiven Duell, das trotz Corona-Krise vor ausverkaufter Kulisse stattfand, übernahm Bayer 04 gleich das Zepter.

Havertz, Aranguiz & Bailey bringen Bayer auf Kurs

Die fällige Führung besorgte Kai Havertz per Elfmeter in der 37. Minute. Die siebte Torbeteiligung des Mittelfeldjuwels in den letzten sechs Spielen. Mit 1:0 für Leverkusen ging es auch in die Kabine, wobei die Gäste satte 74 Prozent Ballbesitz in den ersten 45 Minuten verbuchten.

Nach Wiederbeginn fanden die Rangers zwar besser ins Spiel und schnupperten am Ausgleich, doch auf der anderen Seite schlug Bayer Leverkusen eiskalt zu. Nachdem ein Seitfallzieher von Charles Aranguiz auf der Linie geklärt wurde (66.), jagte der Chilene das Leder nur eine Minute später aus 15 Metern in die Maschen. Doch das von Liverpool-Legende Steven Gerrard trainierte Glasgow Rangers steckte nicht auf. Nach einem Kopfballtreffer von Edmundson konnten die Gastgeber den Anschlusstreffer bejubeln und drängte auf den Ausgleich. Doch kurz vor Schluss ließ Leon Bailey mit seinem Schlenzer zum 3:1-Endstand das Ibrox Stadium verstummen.

Damit hat Bayer Leverkusen eine komfortable Ausgangslage und kann für das Viertelfinale planen. Wenngleich die UEFA am Freitag den Entschluss fasste, den Spielbetrieb sowohl in der Europa League als auch Champions League ab sofort einzustellen und damit wie erwartet auf die Verbreitung des Coronavirus reagierte.

VfL Wolfsburg verliert Geisterspiel gegen Donezk

Der VfL Wolfsburg hat derweil sein Achtelfinal-Hinspiel gegen Schachtar Donezk mit 1:2 verloren und musste die erste Niederlagen nach acht Pflichtspielen verdauen. Nicht unverdient, denn Schachtar hatte mehr vom Spiel und war das offensiv gefährlichere Team.

In der Partie, die ohne Zuschauer stattfand, gerieten die Wölfe in der 16. Minute in Rückstand. Junior Moraes profitierte von einer Fehlerkette der VfL-Abwehr und konnte mühelos zum 1:0 für die Gäste aus der Ukraine einköpfen. Nur wenig später hatte Donezk die Riesenchance nachzulegen, doch Kovalenko scheiterte mit einem schwachen Elfmeter an VfL-Keeper Koen Casteels. Gleiches Bild auf der anderen Seite. Kurz vor der Pause bekam Wolfsburg einen Handelfmeter zugesprochen, doch Torjäger Wout Weghorst rutschte beim Schuss aus und setzte die Kugel weiter über die Latte.

 

 

Doch vier Minuten nach Wiederbeginn war John Anthony Brooks nach einer Ecke mit dem Kopf zur Stelle und besorgte den 1:1-Ausgleich. Anschließend war das Geschehen auf dem Rasen der VW-Arena ausgeglichen, allerdings mit rar gesäten Torraumszenen und Highlights. Das änderte sich in der 73. Minute, als die Wölfe erneut in der Abwehr patzten. Casteels zeigte eine starke Parade und lenkte einen Freistoß von Alan Patrick gerade noch an die Latte, aber die Abwehr befand sich im Tiefschlaf, sodass Marcos Antonio völlig unbehelligt abstauben konnte. Der VfL Wolfsburg stemmte sich gegen die Niederlage, ließ aber den absoluten Willen und Durchschlagskraft vermissen.

Herbe Pleite für Eintracht Frankfurt

Noch schlimmer erwischte es Eintracht Frankfurt. Die Hessen kamen im Kräftemessen mit dem FC Basel mit 0:3 unter die Räder. Eine schwache Chancenverwertung sowie zwei individuelle Patzer besiegelten die Pleite.

Dabei hatte die Eintracht, die ebenfalls auf die Unterstützung des eigenen Anhangs verzichten mussten, zunächst am Drücker und hatten durch einen Distanzschuss von Sebastian Rode (8.) erstmals für Gefahr. In der Folge ließen aber weder die SGE noch die Gäste aus der Schweiz viel zu und standen defensiv sicher. Entsprechend resultierte die Gästeführung aus einem Standard. Samuel Campo platzierte das Leder bei einem Freistoß aus 25 Metern gekonnt in den rechten Winkel (27.). Danach kam es zum Bruch im Spiel der Frankfurter. Erst zu Beginn der zweiten Hälfte strahlten die Adler, auch durch die Einwechslung von Gonçalo Paciência, offensiv wieder mehr Gefahr aus. Zählbares sollte jedoch nicht herausspringen.

Der effiziente FC Basel machte es besser. In der 73. Minute überwand Kevin Bua Eintracht-Keeper Kevin Trapp. Fünf Minuten vor Schluss glänzte Bua als Vorbereiter, dessen Querpass Fabian Frei ohne Probleme zum 3:0-Endstand vollstreckte.

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