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THW Kiel bezwingt Flensburg im HBL-Gipfel - Überraschende Pleite für Magdeburg

Bildquelle: ondeksyt CC BY-SA 2.0 [CC BY-SA 2.0], via Flickr.com (Bild bearbeitet)

Der THW Kiel hat in der Handball Bundesliga im Topspiel gegen die SG Flensburg-Handewitt einen Prestigeerfolg gefeiert. Der Rekordmeister bezwang den Titelverteidiger trotz zwischenzeitlicher Schwächephase mit 28:24 und fügte dem Erzrivalen die erste Saisonpleite zu. Auch der SC Magdeburg kassierte seine erste Niederlage und zog überraschend in Melsungen den Kürzeren. Die Rhein-Neckar Löwen konnten indes dank Uwe Gensheimer einen Kantersieg bejubeln, während Minden im Duell zweier Abstiegskandidaten siegreich unterwegs war.

HBL-Rekordchampion THW Kiel hat mit dem umkämpften 28:24 (18:13) -Erfolg gegen die SG Flensburg-Handewitt seine Titelambitionen untermauert, auf denen die erfolgsverwöhnten Zebras bereits seit 2015 warten. Vor heimischer Kulisse in der ausverkauften Kieler Arena waren Rechtsaußen Niclas Ekberg und Rückraumspieler Lukas Nilsson mit jeweils fünf Toren die treffsichersten Akteure. Auf der Gegenseite war Göran Johannessen ebenfalls mit fünf Buden bester Schütze.

THW Kiel übersteht Schwächephase nach Wechsel

Die Nordrivalen schlugen von Beginn an ein hohes Tempo an, wobei zunächst SG-Keeper Torbjörn Bergerud mit einigen Glanzparaden im Rampenlicht stand. Doch die Flensburger machten sich selbst das Leben schwer. Durch ungewöhnlich viele und leichte Fehler im Aufbauspiel, allen voran durch Jim Gottfridson im Zentrum, lud der amtierende Meister die Kieler regelrecht zu schnellen und einfachen Tempogegenstößen ein. So konnte der THW nach 20 Minuten auf vier Tore davonziehen und baute den Vorsprung bis zur Halbzeit auf fünf Treffer aus. „Die erste Halbzeit war mit unsere beste Leistung“, zeigte sich Filip Jicha gegenüber „Sky“ erfreut.

Allerdings dürfte dem neuen THW-Coach der Auftakt der zweiten Halbzeit so gar nicht geschmeckt haben. Denn die SG Flensburg-Handewitt kam furios aus der Kabine. Innerhalb von sechs Minuten kamen die Gäste zum 18:18-Ausgleich und hielten den eigenen Kasten fast acht Minuten sauber. Mit Kampfkraft und Moral entrissen die Flensburger den Gastgebern zunächst das Zepter. Doch der THW Kiel schüttelte die aufkommende Nervosität ab und das Spitzenspiel blieb bis zur Schlussphase eng und spannend. Nachdem die Kieler mehrmals mit zwei Toren in Front lagen, besorgten wenige Minuten vor dem Ende Nikola Bilyk und Nilsson mit ihren Treffern die Vorentscheidung. Die Zebras ließen sich den 3-Tore-Vorsprung nicht mehr nehmen und konnten den Nord-Kracher verdientermaßen gewinnen.

Der THW Kiel, der in der noch jungen HBL-Saison bereits mit dem 31:32 bei Angstgegner Magdeburg eine Pleite kassiert hat und bereits etwas unter Druck stand, hat somit 6:2 Punkte auf der Habenseite ist Fünfter. Direkt hinter Flensburg, die mit 7:3 Zählern auf dem 4. Rang geführt werden. Allerdings war die Pleite in Kiel für den Titelverteidiger bereits der zweite Dämpfer der Saison, nachdem man schon beim letzten Auswärtsspiel in Wetzlar strauchelte und nicht über ein 27:27 hinauskam.

Magdeburg stolpert in Melsungen - Gensheimer führt Löwen zum Sieg

Für eine faustdicke Überraschung in Teil 1 des 5. Spieltags der Handball Bundesliga sorgte am Donnerstagabend die kriselnde MT Melsungen. Völlig überraschend behielt das ambitionierte Team im Heimspiel gegen den SC Magdeburg knapp mit 31:29 (16:13) die Oberhand. Für die Ostdeutschen, die zuvor mit vier Siegen eine makellose Bilanz hatten und perfekt aus dem Startblock gekommen waren, war es die erste Saisonpleite. Mit dem Erfolg von Melsungen wurde im Vorfeld nicht gerade gerechnet, nachdem sich die MT jüngst bei der herben 23:36-Klatsche bei Aufsteiger Balingen bis auf die Knochen blamierte und sich in einem desaströsen Zustand präsentierte. Matchwinner für Melsungen, die im fünften Spiel den zweiten Sieg holten, war Rechtsaußen Tobias Reichmann, dem zwölf Tore glückten. Magdeburg bleibt trotz der Pleite mit 8 Punkten in der Spitzengruppe der Tabelle.

Das gilt auch für die Rhein-Neckar Löwen. Die Mannheimer wurden ihrer Favoritenrolle gegen HBW Balingen-Weilstetten gerecht und landeten einen deutlichen 37:26 (17:12) -Kantersieg. Herausragender Akteur auf der Platte war Rückkehrer Uwe Gensheimer, der mit zehn Treffern brillierte. Die Löwen haben nun eine Bilanz von vier Siegen und einer Niederlage und halten auf Platz drei liegend ebenfalls bei 8 Punkten.

GWD Minden triumphiert im Kellerduell

An der Spitze thront weiterhin der TSV Hannover-Burgdorf. Die Niedersachsen sind mit 8:0 Zählern das einzig noch verlustpunktfreie Team im Handball-Oberhaus und empfangen am Sonntag den Bergischen HC.

Das vierte und letzte Duell am Donnerstagabend bestritten mit GWD Minden und Die Eulen Ludwigshafen zwei heiß gehandelte Abstiegskandidaten. Hier sollte Minden mit 29:23 das bessere Ende für sich haben. Dabei war es bis zur Pause eine ausgeglichene Angelegenheit (13:13), doch nach dem Wechsel kam der Mindener Express immer besser ins Rollen. Insbesondere auf Kapitän Marian Michalczik konnte sich die MT Melsungen verlassen, der sieben Tore zum wichtigen Erfolg beisteuerte. Die Rot-Weißen verbesserten sich mit 5 Punkten vorübergehend auf den 9. Platz, während sich Die Eulen (2) im Tabellenkeller eingenistet haben.

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