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Paralympics Sotschi: Deutschland holt 15 Medaillen

Die Winter-Paralympics in Sotschi sind Geschichte und die deutsche Mannschaft, die nur mit einem kleinen Aufgebot von 13 Athleten am Start war, kann ein positives Fazit ziehen. Allen voran Anna Schaffelhuber, die sich besonders medaillenhungrig zeigte und gleich fünfmal Gold gewann, führte das „A-Team“ an.

Die deutsche Monoskifahrerin Anna Schaffelbuber war der Star der Welt-Behindertenspiele in Sotschi. Am letzten Wettkampftag krönte die querschnittgelähmte Athletin ihre sensationellen Leistungen und konnte auch im Riesenslalom die Goldmedaille gewinnen – es war ihre fünfte Goldmedaille während der Paralympics.

Damit ist die 21-Jährige die erfolgreichste Teilnehmerin. Bereits zuvor triumphierte die Bayerin in der Abfahrt, dem Super-G, der Superkombination und dem Slalom.

„Ich wusste, dass ich theoretisch in jeder Disziplin gewinnen kann, aber ich hätte niemals gedacht, dass das klappt", resümierte Schaffelhuber überglücklich: „Ich warte noch darauf aufzuwachen. Ich kann es gar nicht glauben.“ Lediglich Roman Petuschkow aus Russland war mit sechs Goldmedaillen erfolgreicher als Schaffelhuber. Siebenmal ging der erfolgreichste Paralympics-Teilnehmer in der Loipe an den Start und konnte dabei mit dem Ski-Schlitten im Langlauf und Biathlon sechs Siege feiern.

Gastgeber Russland mit überragender Medaillen-Bilanz

Ohnehin war die Mannschaft aus Russland während bei den paralympischen Winterspielen in Sotschi das Maß aller Dinge und gewannen eindeutig die Nationenwertung. Nach insgesamt 72 Entscheidungen verbuchte Russland 30 Gold-, 28 Silber- und 22 Bronzemedaillen – insgesamt 80 Medaillen! Immerhin: Das Mini-Aufgebot aus Deutschland durfte sich mit insgesamt 15 Medaillen (9x Gold, 5x Silber, 1x Bronze) über den zweiten Rang in der Nationenwertung freuen.

Zu verdanken ist es der Frauenpower des deutschen „A-Teams“. Denn neben Anna Schaffelhuber besorgten noch Anja Wicker, Andrea Rothfuss, Andrea Eskau und Anna-Lena Forster alle Medaillen für den Deutschen Behindertensportverband (DBS). „Das hatte ich so nicht erwartet. Für unser kleines, aber feines Team ist das ein sensationelles Abschneiden“, freute sich DBS-Präsident Friedhelm Julius Beucher.

Deutsche Herren enttäuschen in Sotschi

Doch trotz aller Euphorie muss auch das enttäuschende Abschneiden der deutschen Männer erwähnt werden, die in Sotschi komplett ohne Medaille blieben. Zudem war Deutschland in den Disziplinen Sledge-Eishockey und Curling gar nicht erst mit einer Mannschaft vertreten.

„Nach oben ist noch viel Luft", ergänzte Beucher, „aber wir können auch nicht alles finanzieren, was wir uns vorstellen und wünschen. Das ist die große Herausforderung für die nächsten Jahre.“ 2016 steigen die Sommer-Paralympics im brasilianischen Rio, während 2018 die nächsten Winter-Paralympics in Pyeongchang in Südkorea über die Bühne gehen.

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