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Confed Cup: Deutschland bezwingt Kamerun 3:1 - im Halbfinale wartet Mexiko

Bildquelle: von Эдгар Брещанов CC BY-SA 3.0 [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons (Bild bearbeitet)

Deutschland hat beim Confed Cup in Russland souverän das Halbfinale erreicht. Die B-Auswahl des Weltmeisters setzte sich im letzten Gruppenspiel nach deutlicher Steigerung im zweiten Durchgang verdient mit 3:1 gegen Kamerun durch und sicherte sich somit den Gruppensieg vor Chile. Zwei Tor-Debütanten glänzten, wobei Timo Werner zum Matchwinner avancierte.

Im Halbfinale des Confederation Cup trifft Gruppensieger Deutschland am Donnerstag auf Mexiko, während sich bereits am Mittwoch Portugal und Chile, die sich in der deutschen Gruppe B mit einem 1:1 gegen Australien zufrieden geben musste, aufeinander.

Bundestrainer Joachim Löw hatte die DFB-Auswahl im entscheidenden Duell gegen Kamerun im Vergleich zum 1:1 gegen Chile auf vier Positionen verändert.

So rückten Rüdiger und Plattenhardt für Mustafi und Hector in die Viererkette, zudem bekamen Demirbay und Werner den Vorzug vor Goretzka und Stindl.

Deutschland kam schwer aus dem Startblock und fand gegen die kamerunische Auswahl schlecht ins Spiel. Zwar verbuchte die DFB-Auswahl gegen den Afrikameister mehr Ballbesitz, strahlte dabei aber kaum Torgefahr aus. Can sorgte in der 21. Minute mit einem Distanzschuss für den ersten gefährlichen Abschluss, nur drei Minute später köpfte Kimmich knapp am Tor vorbei. Doch vielmehr war von der deutschen Offensivabteilung in den ersten 45 Minuten nicht zu sehen, in denen Kamerun kurz vor dem Pausenpfiff durch Zambo die beste Gelegenheit hatte, die aber ter Stegen mit einer glänzenden Parade zunichte machte.

Kurz nach Wiederanpfiff war es Turnier-Neuling Karim Demirbay (48.), der die Adlerträger mit einem strammen Schuss in den Winkel nach Doppelpass mit Draxler aus 18 Metern in Front brachte. Mit der Führung im Rücken agierte Deutschland deutlich sicherer und kombinierte flüssiger. In der Folge erspielte sich der Weltmeister vor 30.230 Zuschauern in Sotschi weitere Chancen, doch Werner fand zweimal in Ondoa seinen Meister (53., 54.). Die 'Unbezähmbaren Löwen' steckten aber nicht auf und hat ihrerseits durch Aboubakar und dem eingewechselten Moumi Ngamaleu zwei Möglichkeiten (60., 61.), schwächten sich dann aber selbst, als Mabouka nach einem goben Foul an Can (64.) mit Rot vom Platz flog.

Werner-Doppelpack sorgt für Entscheidung

In der 66. Minute kam es für Kamerun noch dicker, als Timo Werner mit einem artistischen Flugkopfball eine Kimmich-Flanke in die Maschen bugsierte. Die DFB-Auswahl drosselte danach das Tempo, was die Afrikaner durch den Anschlusstreffer von Aboubakar (78.) bestraften. Doch Spannung sollte in Sotschi nicht noch einmal aufkommen, da Werner nur drei Minuten später nach Zuspiel von Henrichs mit seinem zweiten Treffer den alten zwei-Tore-Vorsprung herstellte. In den Schlussminuten hätte Joker Younes das Ergebnis noch in die Höhe schrauben können, doch dieser scheitere zweimal am stark reagierenden Ondoa (89., 90.).

Es blieb beim hochverdienten 3:1-Erfolg für Deutschland gegen Kamerun, die dem Afrikameister spielerisch deutlich überlegen war und mit der zweiten Halbzeit für die unansehnlichen 45 Minuten aus dem ersten Durchgang entschädigen konnte.

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