Formel 1: Vettel nach Sieg in Indien Weltmeister


Sebastian Vettel ist zum vierten Mal Formel 1 Weltmeister

Sebastian Vettel ist zum vierten Mal in Folge Weltmeister in der Formel 1. Der Heppenheimer sicherte sich im Red Bull seinen vierten Titel bereits im viertletzten Rennen der Saison beim Großen Preis von Indien in Neu-Delhi, sodass die verbleibenden Rennen in Abu Dhabi, den USA und Brasilien nur noch untergeordnete Bedeutung haben, zumal auch Red Bull nun schon als alter und neuer Konstrukteurs-Weltmeister feststeht.

Vettel, dem zum vorzeitigen Titelgewinn schon der fünfte Platz in Neu-Delhi genügt hätte, ließ auch in Indien keinen Zweifel aufkommen und gewann sein sechstes Rennen nacheinander.

Dabei wählte Red Bull eine Strategie, die zunächst für Stirnrunzeln sorgte, sich letztlich aber auszahlte. Der von der Pole Position gestartete Sebastian Vettel wurde bereits nach zwei Runden in die Box beordert, wo Red Bull härtere Reifen aufzog und damit die richtige Entscheidung traf. Zwar fiel Vettel nach dem Stopp auf Rang 19 zurück, kämpfte sich aber Schritt für Schritt nach vorne und übernahm nach 29 Runden schon wieder die Führung auf dem Buddh International Circuit.

Zwar verlor Vettel den ersten Platz nach seinem zweiten Boxen-Stopp kurzzeitig wieder an seinen Teamkollegen Mark Webber, war nach dessen erneutem Besuch in der Boxengasse dann aber wieder vorne und fuhr letztlich mit knapp 30 Sekunden Vorsprung vor Nico Rosberg im Mercedes über die Ziellinie, wo die Feierlichkeiten seiner vierten Weltmeisterschaft beginnen konnten. Erfolgreicher als Vettel, der mit 26 Jahren und 116 Tagen der jüngste Vierfach-Champion der Formel 1 ist, sind nun nur noch Michael Schumacher mit sieben und Juan Manuel Fangio mit fünf WM-Titeln, deren Rekorde für Vettel aber nicht unerreichbar scheinen.

Fernando Alonso enttäuscht – Webber im Pech

Während Vettel jubeln durfte, verlief das Rennen für seinen einzig verbliebenen Titelrivalen Fernando Alonso enttäuschend. Der Spanier im Ferrari verpasste als Elfter sogar die Punkteränge. Im Pech war derweil Mark Webber, dem einmal mehr die Technik einen Strich durch die Rechnung machte. Nach 39 Runden musste der auf dem zweiten Platz liegende Australier wegen einer defekten Lichtmaschine aufgeben, wodurch wohl ein Doppelsieg von Red Bull verhindert wurde.

Ebenfalls nicht ins Ziel kam der in den letzten Wochen gute Nico Hülkenberg, der seinen Sauber wegen eines Defekts sechs Runden vor Schluss abstellen musste. Adrian Sutil im Force India belegte immerhin den neunten Platz.

Dritter hinter Vettel und Rosberg wurde Romain Grosjean im Lotus F1 vor Felipe Massa im Ferrari und Sergio Perez im McLaren.