DKB Bundesliga: THW Kiel ist der Zuschauermagnet


THW Kiel, HSV Hamburg und Füchse Berlin sind wahre Zuschauermagneten in der DKB Bundesliga

Wer ist eigentlich der größte Zuschauermagnet in der DKB Bundesliga? Und welcher Klub muss sich mit einem geringen Fan-Aufkommen zufriedengeben? Nachdem 180 Spiele in der laufenden Saison absolviert sind, ist es Zeit, einen Blick auf die Statistik zu werfen. Eins vorab: Ein Trio ist das Maß der Dinge.

Bislang verzeichnet die Bundesliga eine Gesamtzuschauerzahl von 816.833 Besuchern in der laufenden Saison, was einen Schnitt von 4.537 Zuschauern pro Spiel ergibt. Damit bewegen sich die Zahlen in vergleichbaren Sphären wie im Vorjahr. Die größte Anziehungskraft hat dabei eindeutig der THW Kiel, der als einziger aller 18 Bundesliga-Teams die magische Grenze von im Schnitt über 10.000 Zuschauer pro Heimspiel geknackt hat.

So strömten pro Heimspiel der Zebras durchschnittlich 10.278 Zuschauer in die Sparkassen-Arena. Entsprechend verfolgten insgesamt 113.065 Zuschauer die elf bisherigen Heimspiele der Norddeutschen. Damit ist der THW Kiel der größte Zuschauermagnet in der Bundesliga und stellt allein 13,8 Prozent der gesamten Besucherzahlen.

Auf den Plätzen zwei und drei des DBK HBL Zuschauerrankings folgen der HSV Hamburg (8.613 Zuschauer pro Spiel, insg. 86.139 Zuschauer) und die Füchse Berlin (8.117 Zuschauer pro Spiel, insg. 81.178 Zuschauer), wobei das Duo nach aktuellem Stand ein Heimspiel weniger ausgetragen hat als der THW. Bemerkenswert: Das Trio THW Kiel, HSV Hamburg und Füchse Berlin machen über ein Drittel (34,3 Prozent) des gesamten Zuschaueranteils der Liga aus. Hierbei muss aber auch angemerkt werden, dass diese Teams mit ihren Arenen auch über die notwendigen Kapazitäten verfügen.

HSV Hamburg und Füchse Berlin komplettieren Trio

Der THW Kiel, der HSV Hamburg und die Füchse Berlin sind also die Zuschauermagneten mit den meisten Zuschauern in der DKB Bundesliga. Im oberen Drittel des Zuschauerrankings werden zudem noch der SC Magdeburg (insg. 59.602 Zuschauer), die Rhein-Neckar Löwen (57.059) und die SG Flensburg-Handewitt (50.532) geführt, wobei die Diskrepanz zu den Zuschauerzahlen des Spitzentrios schon gewaltig ausfällt. Von diesen Zahlen können Teams wie TV Emsdetten (19.273), TuS N-Lübbekce (20.525) oder GWD Minden (23.935) nur träumen, die das schlechteste Fan-Aufkommen haben.

Das Spiel mit dem höchsten Zuschaueraufkommen fand jedoch ohne den THW Kiel statt. So wurde bei der Partie zwischen HSV Hamburg gegen den Bergischer HC 11.514 Zuschauer gezählt, wobei die Hanseaten die Begegnung am 22. Dezember mit 29:24 gewinnen konnten. Das Problem des THW, der fast durchgehend vor ausverkauftem Haus spielt: Die Sparkassen-Arena hat „nur“ ein Fassungsvermögen von 10.285.

Das Spiel mit dem geringsten Zuschaueraufkommen in der DKB Bundesliga war übrigens die Partie zwischen dem TuS N-Lübbecke gegen Balingen-Weilstetten am 4. Spieltag. Hier wurden lediglich 1.614 Zuschauer Zeuge des 30:26-Auswärtssieges der Balinger.