DKB Bundesliga: Dissinger wechselt zu Lübbecke


Dissinger wechselt zur TuS N-Lübbecke

Der TuS N-Lübbecke ist ein Transfercoup gelungen: Die Ostwestfalen haben sich mit Christian Dissinger eines der größten deutschen Handball-Talente und -Hoffnungen gesichert. Die Verpflichtung des Rückraumspielers, der zuletzt vereinslos war, hatte sich in den letzten Tagen angedeutet.

Seit Juli stand Christian Dissinger ohne Verein da, nachdem sein letzter Arbeitgeber, Atletico Madrid, im Sommer plötzlich Insolvenz anmelden musste. Doch nun hat der 22-Jährige die Suche nach einem neuen Klub erfolgreich beendet. Der TuS N-Lübbecke hat sich nach Angaben von „Sport1“ die Dienste des hochbegabten Youngsters gesichert.

Zwar fehlt noch die Unterschrift unter dem Vertrag, doch diese Formalie soll in den kommenden Tagen über die Bühne gehen und Dissinger einen Vertrag bis 2016 unterschreiben.

„Ich freue mich auf die neue Herausforderung und auf die Arbeit mit Lübbeckes Trainer Dirk Beuchler. Ich will Schritt für Schritt weiter gehen“, erklärte der viermalige Nationalspieler glücklich. Aber natürlich wird man auch beim Tabellenzehnten der DKB Bundesliga glücklich und zufrieden über diesen Neuzugang sein. Immerhin zählt der gefährliche Rückraumschütze Dissinger zu den hoffnungsvollsten Talenten im deutschen Handball. Doch zuletzt war der 2,04-Meter-Mann vom Pech verfolgt.

Atletico Madrid Insolvenz - Dissinger vereinslos

Denn im April 2013, kurz nach seinem Debüt für die A-Nationalmannschaft im März, hatte sich Dissinger das zweite Mal innerhalb von zwei Jahren das Kreuzband gerissen und befand sich in den letzten Wochen im Aufbautraining und arbeitet intensiv, aber auch mit der nötigen Vorsicht an seinem Comeback. Zudem war sein Wechsel im Sommer vom Schweizer Spitzenklub Kadetten Schaffhausen zum spanischen Vertreter Atletico Madrid nicht von Erfolg gekrönt. Denn bevor er sein Engagement überhaupt antreten konnte, meldete Atletico Madrid Insolvenz an.

Zuletzt absolvierte der Junioren-Weltmeister und MVP beim Zweitligisten SG Leutershausen sein Aufbautraining, bis er bei der TuS N-Lübbecke eine Anlaufstelle fand. „Der Kontakt zu Dirk Beuchler war relativ spontan und jetzt will ich die Chance nutzen, mich durch das Training bei einem Erstligisten meinem alten Niveau anzunähern“, so der BWL-Student. „Ich denke, ich bin auf einem guten Weg. Aber mir fehlt einfach noch Zeit, um wieder Wettkampfhärte zu bekommen.“

Dennoch gibt es eine Prognose, wenn Christian Dissinger nach seiner schweren Knieverletzung endlich wieder spielen kann. So ist aus seinem Umfeld zu vernehmen, dass der Rückraumspieler in sechs bis acht Wochen erstmals wieder zum Einsatz kommen und dann sein Debüt im Trikot der Rot-Schwarzen feiern könnte.