DKB Bundesliga: Gensheimer und Gudmundsson vor Abschied?


Gehen Gensheimer und Gudmundsson

Die Rhein-Neckar Löwen müssen sich wohl bald einen neuen Trainer suchen. Denn Erfolgscoach Gudmundur Gudmundsson soll kurz vor einem Engagement in Dänemark stehen. Zudem droht mit Uwe Gensheimer der Verlust des wichtigsten Spielers.

Bei den Rhein-Neckar Löwen rumort es. Zwar läuft es sportlich in der Bundesliga rund und aktuell ist man ärgster Verfolger vom Liga-Primus und Rekordchampion THW Kiel, doch es droht der Abgang von Trainer Gudmundur Gudmundsson. Alles deutet daraufhin, dass der Erfolgscoach die Mannheimer zum Saisonende verlassen und einen Posten als Nationaltrainer annimmt.

Dabei soll es sich um die Nationalmannschaft von Dänemark handeln. Die Rhein-Neckar Löwen haben derweil bestätigt, dass es zwischen beiden Seiten Gespräche gibt. In einem Statement von Löwen-Geschäftsführer Thorsten Storm heißt es: „Unser Trainer hat mich rechtzeitig und bereits vor einiger Zeit darüber informiert, dass ihm eine Anfrage eines Nationalverbandes ab der kommenden Saison vorliegt.“ Zudem bestätigte Storm, dass Gudmundsson eine Ausstiegsklausel in seinem bis 2015 laufenden Vertrag hat und er die Löwen für eine festgeschriebene Ablösesumme verlassen darf. „Es ist richtig, dass Gudmundur eine Ausstiegsklausel im Vertrag zum Ende der Spielzeit hat.“

Zwar hält sich Storm bezüglich weiterer Details zur Ausstiegsklausel bedeckt und machte auch keine weiteren Angaben, um welchen Handballverband es sich handeln soll, aber laut diversen Mediengerüchten gibt es keinen Zweifel, dass es Gudmundur zur ambitionierten Truppe aus Dänemark zieht und er Nachfolger von Ulrik Wilbek wird. Gudmundsson, der seit September 2010 Trainer der Rhein-Neckar Löwen ist und letzte Saison mit dem Gewinn des EHF-Pokals den ersten Titel der Vereinsgeschichte feierte, wollte sich zur Thematik ebenfalls nicht äußern.

Kiel und Barcelona locken Gensheimer

Dabei gilt der Isländer als sehr auskunftsfreudig. „Ich bitte um Verständnis, dass ich nichts sagen werde. Das ist meine Entscheidung“, ließ Gudmundsson die „Rhein-Neckar-Zeitung“ wissen. Für Montag wird eine Pressekonferenz des dänischen Handballverbandes erwartet, die sich ausschließlich um den künftigen Cheftrainer drehen soll. Es wäre wenig überraschend, wenn dann auch der Name Gudmundur Gudmundsson fallen würde.

Doch als ob der drohende Verlust vom Erfolgstrainer nicht schon schlimm genug wäre, muss man sich in Mannheim langsam aber sicher mit dem Abschied einer weiteren Galionsfigur anfreunden. Die Rede ist von Uwe Gensheimer, der zweifelsohne das populärste Gesicht der Löwen-Truppe ist. Dem Kapitän und Nationalspieler sollen unterschriftsreife Verträge vom THW Kiel sowie dem spanischen Serienmeister FC Barcelona vorliegen. Verlockende Adressen, denen der 26-jährige Linksaußen wohl kaum widerstehen kann.