Transfergerüchte: Hamburger SV mit Interesse an Lestienne und Pedersen?


HSV nimmt Lestienne und Pedersen ins Visier

Bildquelle: By Кирилл Венедиктов (soccer.ru) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons (Bild bearbeitet)

Der Bundesligaauftakt ist beim Hamburger SV durchaus geglückt, auch wenn man in der ersten Runde des DFB-Pokals eine peinliche Schlappe hinnehmen musste. Der 1:0-Heimsieg über den FC Augsburg wurde jedoch teuer bezahlt. Torschütze Nicolai Müller verletzte sich beim Torjubel so sehr, dass er rund 7 Monate mit einem Kreuzbandriss ausfallen wird.

Trainer und Fans gefällt dieser Umstand sicherlich nicht, zumal einer der konstant besten Offensivspieler nun gehörig lange fehlen wird. Ersatz muss her und dafür sind die HSV-Verantwortlichen nun zuständig. Mit dem eingewechselten Aaron Hunt ist man als Lösung nicht zufrieden im hohen Norden. Bis zum 31.08. hat der Klub noch Zeit, passenden Ersatz für den verletzten Müller zu beschaffen, ehe das Transferfenster dann bis zum Winter schließt.

 

Und dieser könnte in der russischen Liga zu finden sein, wie einige Medien heute berichten. Dabei scheint man den Belgier Maxime Lestienne in die engere Auswahl für einen Müller-Ersatz genommen zu haben. Der 25-jährige ehemalige Nationalspieler galt vor ein paar Jahren als absolutes Riesentalent. Über die Stationen Mouscron, FC Brügge, Al-Arabi (Katar), leihweise zu Genua und dem PSV Eindhoven, landete der Offensivspieler 2016 bei Rubin Kazan in der russischen Premier League.

Der russische Klub eiste ihn für rund 10 Millionen Euro aus Katar los und stattete Lestienne mit einem Vertrag bis 2020 aus. Nun soll der Hamburger SV über eine Verpflichtung des Linksaußen nachdenken. Lestienne wäre dabei nicht der 1:1-Ersatz für Nicolai Müller, denn seine Stärken liegen auf der linken Außenbahn und nicht hauptsächlich auf der rechten Seite.

Jedoch kann er im Angriff variabel eingesetzt werden, so auch auf der rechten Außenbahn und im Sturmzentrum. Mit 4 Millionen Euro Marktwert und einer Vertragslaufzeit bis 2020 wäre der Linksfuß sicherlich nicht die günstigste Variante. Allerdings überwacht die UEFA die finanzielle Seite von Rubin Kazan. Hierbei muss der Klub diverse Auflagen erfüllen, um nicht weiterhin gegen die Financial Fair Play Regeln zu verstoßen.

 

 

Dies könnte den Hamburgern in die Hände spielen, die auf die Gunst ihres Investors Kühne angewiesen sind. Dieser will seine Investitionen zukünftig besser überdenken, ehe er sich wieder für den Verein einsetzt. Lestienne wäre dennoch ein interessanter Spieler, der immer wieder gezeigt hat, dass man mit ihm rechnen kann. Zu seiner Zeit beim PSV Eindhoven glänzte er beispielsweise mit tollen Auftritten in der Champions League. Danach wurde es etwas ruhig um ihn, nachdem seine Eltern gestorben sind und er Zeit für sich brauchte.

Mads Pedersen mehr als nur Backup?

Mit Mads Pedersen wird am heutigen Tage ein weiterer Spieler mit dem HSV in Verbindung gebracht. Dabei handelt es sich aber nicht um einen potenziellen Müller-Ersatz, sondern wahrscheinlich um ein Backup für die Linksverteidigerposition. Nachdem der Stafylidis-Poker arg ins Stocken geraten ist, sucht man an der Elbe nach Alternativen.

Neben Diego Contento fällt auch der Name Pedersen, der aktuell sein Geld in Norwegen beim FC Nordsjaelland verdient und dort noch einen Vertrag bis 2020 besitzt. Der U21-Nationalspieler gilt als Talent und wäre sicherlich die kostengünstigere Variante. Sein Marktwert liegt bei rund 500.000 Euro, sodass man diesen Transfer sicherlich leichter stemmen könnte, als den Stafylidis-Wechsel.

Mads Pedersen kam bisher in allen sechs Ligaspielen in der Startelf zum Zuge und erzielte dabei sogar ein Tor am vergangenen Wochenende. In der vergangenen Spielzeit kam Pedersen wettbewerbsübergreifend auf insgesamt 26 Partien (6 Torvorlagen). Sicherlich wäre der junge Norweger eine interessante Alternative, die vielleicht nur als Backup angedacht ist.