Zittersiege für Spanien & Portugal - Uruguay & Russland stehen im Achtelfinale

Cristiano Ronaldo (li.) im Duell mit Marokko-Star Mehdi Benatia

Bildquelle: By Антон Зайцев [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons (Bild bearbeitet)

Am Mittwoch hatten Spanien und Portugal bei der WM 2018 in der Gruppe B erstaunlich viel Mühe, ihre Pflichtsiege gegen die krassen Außenseiter aus dem Iran und Marokko einzufahren. Viele Tore gab es nicht, dafür Spannung bis zum Schluss. Auch Uruguay mühte sich gegen Saudi-Arabien zu einem knappen Arbeitssieg, mit dem Südamerikaner aber in der Gruppe A gemeinsam mit Gastgeber Russland vorzeitig das Ticket fürs Achtelfinale lösten.

Spanien musste am 2. Gruppenspieltag ein hartes Stück Arbeit verrichten, um bei der Weltmeisterschaft in Russland den ersten Sieg zu landen. Nach dem spektakulären 3:3 zum Auftakt gegen Portugal mühte sich der Weltmeister von 2010 in Kasan gegen den Underdog aus dem Iran zu einem 1:0-Erfolg. Gegen (über)hart kämpfende Iraner erzielte Diego Costa in der 54. Minute per Billard-Treffer das einzige Tor der Partie.

Damit haben die Spanier nun 4 Punkte auf dem Konto und stehen damit mit einem Bein im Achtelfinale. Im abschließenden Duell gegen die bereits ausgeschiedenen Marokkaner würden den Iberern bereits ein Unentschieden reichen.

Duseltor von Costa rettet Spanien gegen Iran

Spanien sah sich einem extrem defensiv agierendem Gegner gegenüber, wobei die iranische Igel-Taktik im Vorfeld erwartet wurde. Das „Team Melli“ versuchte mit einem dichten Abwehrbollwerk die Null solange wie möglich zu halten, während die Südeuropäer trotz deutlich mehr Ballbesitz kaum ein Durchkommen fanden. Entsprechend war die Partie lange Zeit wenig anschaulich. Spanien konnte einzig bei Standardsituation dank ihrer großgewachsenen Akteure wie Costa oder Sergio Ramos für Gefahr sorgen.

Der spielerisch limitierte Iran hat sich hingegen prächtig geschlagen und teuer verkauft. So musste schon ein kurioser Treffer her, damit der haushohe Favorit den festeingeplanten Dreier verbuchen konnte. Den bei einem Abwehrversuch von Ramin Reazein schoss dieser den Ball an das Bein von Diego Costa und der Ball landete im Netz. Für den Atletico-Stürmer bereits der dritte Turniertreffer. Der Underdog wehrte sich danach tapfe gegen eine überlegene Furia Roja und hatte sogar Chancen auf den Ausgleich. So wurde ein Abseitstor von Saeid Ezatolahi nach zu Hilfenahme des TV-Beweises zurecht nicht anerkannt (62.), während Mehdi Taremi (82.) den Ausgleich auf den Kopf hatte.

Am Ende blieb es beim verdienten, aber alles andere als überzeugenden Sieg der Spanier, die vor allem bei Kontern anfällig waren.

Ronaldo-Show geht bei Zittersieg gegen Marokko weiter

Auch Portugal hatte sich im zweiten Gruppenspiel nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Gegen ein stark aufspielendes Marokko konnten sich die Portugiesen mal wieder auf Cristiano Ronaldo verlassen, der bereits in der 4. Minute das goldene Tor zum 1:0-Sieg markierte. Die knappen Führung hatte bis Spielende bestand, wackelte zwischenzeitlich aber bedenklich. Während das vorzeitige Aus von Marokko, die zuvor auch dem Iran 0:1 unterlegen waren, nach der zweiten Pleiten besiegelt ist, hat Portugal mit 4 Punkten auf der Habenseite glänzende Aussichten auf das Erreichen der K.o.-Runde. Im letzten Gruppenspiel würde ein Remis gegen den Iran bereits ausreichen.

Nachdem Cristiano Ronaldo schon im Auftaktmatch gegen Spanier mit einem Dreierpack seine überragende Form unterstrich, fand die CR7-Show gegen Marokko nahtlos ihre Fortsetzung. Nach einer kurz ausgeführten Ecke wuchtete der Superstar die Kugel per Hechtkopfball in die Maschen. Doch nach argen Problemen in der Anfangsphase fing sich Marokko und gestaltete die Partie offen, ohne aber vorerst Torgefahr auszuüben.

Das änderte sich im zweiten Durchgang, wo aber erst Ronaldo eine große Chance ausließ (51.). Danach übernahmen die Nordafrikaner wieder das Zepter und verbuchten durch Younes Belhanda (57.) und Mehdi Benatia (60.) gute Einschussmöglichkeiten. Der Ausgleich im ausverkauften Luschniki-Stadion zu Moskau lag in der Luft, sollte in einer hitzigen Schlussphase, die aber auch viel Leerlauf bot, allerdings nicht mehr fallen.

Suarez schießt Uruguay & Russland ins Achtelfinale

In der Gruppe A sind derweil nach zwei Spieltagen die Fronten geklärt. Nachdem Russland bereits am Dienstag einen klaren 3:1-Triumph gegen Ägypten bejubelte, zog Uruguay mit einem glanzlosen 1:0-Pflichtsieg gegen Saudi-Arabien nach. Damit stehen Russland und Uruguay vorzeitig im Achtelfinale, im direkten Duell wird sich dann nur noch klären, wer sich den Gruppensieg schnappt.

Für Uruguay erzielte Luis Suarez bereits in der 10. Minute das Tor des Tages. Ansonsten zeigte die Celeste einen verhaltenen, uninspirierten und erstaunlich verhaltenen Auftritt, während Saudi-Arabien sogar mehr Spielanteile hatte, aber kaum Torgefahr erzeugte.