Europa League: Hoffenheim mit historischem Sieg - Hertha & 1. FC Köln verlieren wieder


TSG Hoffenheim feiert 3:1-Erfolg gegen Basaksehir

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Am 3. Spieltag der Europa League konnte die TSG 1899 Hoffenheim erstmals in der Vereinsgeschichte einen Sieg auf internationaler Bühne feiern und damit zugleich die Bundesliga-Ehre retten. Die Kraichgauer setzten sich verdient mit 3:1 gegen Istanbul Basaksehir durch. Dagegen gingen Hertha BSC und der 1. FC Köln mal wieder leer aus und haben kaum noch Chancen aufs Weiterkommen.

Zwar war die TSG Hoffenheim im ersten Durchgang hochüberlegen, doch gegen den türkischen Vizemeister konnte die Nagelsmann-Elf gute Chancen nicht nutzen. Das änderte sich aber nach der Pause. Hübner (52.) bugsierte mit einem wuchtigen Kopfball das Leder nach einer Demirbay-Ecke in die Maschen zum überfälligen 1:0. Damit war der Knoten geplatzt und nur sieben Zeigerumdrehungen später erhöhte Amiri mit einem Traumtor.

 

Wieder bereitete Nationalspieler Demirbay den Treffer vor, dessen langer Ball Amir per Volleyschuss in die Maschen jagte. Nico Schulz (75.) machte nach Vorarbeit von Ochs mit seinem Treffer aus zehn Metern alles klar.

In der Nachspielzeit betrieb Istanbul Basaksehir durch Napoleoni nur noch Ergebniskosmetik. Nach dem 3:1-Sieg war Nagelsmann sichtlich zufrieden: „Wir haben heute die Aufgabe gut gelöst. Das 1:0 war dann der Dosenöffner. Wir haben insgesamt sehr gut verteidigt. Wir sind sehr zufrieden, der Sieg war hochverdient.“

Nächste Pleite für 1. FC Köln

Der 1. FC Köln hat hingegen seine Talfahrt fortgesetzt und verpasste beim Gastspiel gegen BATE Borissow einen Befreiungsschlag. Nach Pleiten gegen Arsenal (1:3) und Roter Stern Belgrad (0:1) zog das kriselnden Bundesliga-Schlusslicht auch in Borissow mit 0:1 den Kürzeren. Nach drei Pleiten ist für das Geißbock-Team ein Weiterkommen praktisch ausgeschlossen. Dabei spielten die Kölner mal wieder gut mit und zeigte ordentliche Ansätze, aber wie im Ligaalltag offenbarte der FC große Schwächen in der Offensive und der Chancenverwertung. Die weißrussischen Hausherren zeigten hingegen, wie Effizienz aussieht und nutzten gleich die erste Möglichkeit durch Rios (55.) zum Siegtreffer.

Vor dem Abstiegskracher am Sonntag gegen Werder Bremen gab es für die Domstädter somit neuen Frust statt Freude. „Es ist bitter. Wir haben den ein oder anderen Fehler zu viel gemacht“, analysierte FC-Trainer Stöger: „Die Jungs haben es versucht. Wir waren aber nicht klar genug in unseren Aktionen nach vorne.“

Hertha-Pleite in Ukraine - Dardai spricht Klartext

Auch für Hertha BSC ist nach der neuerlichen Pleite das Erreichen der K.o.-Runde in der Europa League in weite Ferne gerückt. Die Berliner haben nach der Nullnummer gegen Bilbao und dem 0:1 in Östersund nun bei Sorja Luhansk mit 1:2 verloren. Immerhin konnten die Blau-Weißen ihren ersten Europapokal-Treffer bejubeln, für den sich Davie Selke (57.) verantwortlich zeichnete. Doch das Tor zum zwischenzeitlichen 1:1 war unterm Strich zu wenig. Denn die Ukrainer, die durch einen Freistoßtreffer von Silas kurz vor Halbzeit in Front gingen, konnten den Berliner in der Schlussphase den K.o. versetzen: Swatok (79.) traf sehenswert mit der Hacke zum Sieg von Luhansk.

Nach dem Rückschlag redete Hertha-Trainer Dardai Klartext: „Der Gegner hat verdient gewonnen, das muss ich anerkennen. Wenn du Letzter bist, dann hast du das verdient. Man muss fragen, ob wir reif genug für Europa sind. Wir sind jetzt in einem Karussell, aus dem man nur schwer raus kommt.“