Europa League: Borussia Dortmund & RB Leipzig zittern sich ins Achtelfinale


Kam in Bergamo nicht zum Einsatz: BVB-Akteur Gonazlo Castro

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Das war knapp: Borussia Dortmund und RB Leipzig haben sich mit Mühe ins Achtelfinale der Europa League gezittert. Der BVB rettete sich dank eines Last-Minute-Remis bei Atalanta Bergamo in die nächste Runde. RB Leipzig kassierte hingegen eine 0:2-Heimpleite gegen den SSC Neapel, ist aber dennoch weiter. Aber auch die Bullen machten es richtig spannend.

Marcel Schmelzer avancierte in Bergamo zum BVB-Helden: Der Rechtsverteidiger besorgte für Borussia Dortmund, die mit einem 3:2-Erfolg nach Italien reisten, in der 83. Minute den glücklichen Ausgleich zum 1:1, den die Schwarz-Gelben über die Zeit retteten. Dabei sah es lange so aus, als ob die schwach aufspielende Stöger-Elf die Segel streichen muss. Denn Atalanta Bergamo ging bereits in der 11. Minute durch Rafael Toloi in Führung und stellten die Weichen auf Achtelfinal-Kurs.

Während die Hausherren bei Dauerregen über weite Stecken der Partie eine bärenstarke Leistung boten und taktisch hervorragend agierten, blieb der BVB mit Ausnahme einer kleinen Drangphase blass und harmlos. Für Atalanta Bergamo wäre locker eine höhere Führung gegen ein verunsichert wirkendes Dortmund drin gewesen, die lange Zeit Leidenschaft, Aggressivität und Siegeswille vermissen ließen. Spät, aber nicht zu spät wachten die Westfalen auf und profitierten beim Ausgleichstreffer von einem Patzer von Torwart Berisha.

Peter Stöger fand für den enttäuschenden Auftritt seiner Mannschaft klare Worte: „Es war das erwartet schwere Spiel. Wir haben es Bergamo auch richtig leicht gemacht in der ersten Halbzeit. Wir haben kaum Zweikämpfe gewonnen, das hat nicht viel von Männerfußball gehabt.“

RB Leipzig muss bei Napoli-Pleite bis zuletzt bangen

Nicht viel besser machte es RB Leipzig, die aber mit dem SSC Neapel ein echtes Schwergewicht aus dem Weg räumten. Nach dem überzeugenden 3:1-Hinspielerfolg in der letzten Woche konnten sich die Sachsen eine 0:2-Heimpleite leisten. RB fand vor heimischer Kulisse gegen den Spitzenreiter der Serie A nie richtig ins Spiel, hatte aber Pech, als Marcel Sabitzer mit einem abgefälschten Schuss an der Latte scheiterte (14.). In der 33. Minute ging Napoli nach einer sehenswerten Kombination durch Piotr Zielinski in Front und erhöhte in der Folge den Druck.

Bei RB Leipzig machte sich das Fehlen von Naby Keita und Emil Forsberg, der erst spät eingewechselt wurde, bemerkbar, da es dem Offensivspiel an Kreativität mangelte. Einzig Timo Werner strahlte Gefahr aus und scheiterte zweimal knapp. Kurz vor Abpfiff wurde es in der Red Bull Arena noch einmal richtig spannend. Lorenzo Insigne stellte in der 86. Minute auf 2:0 für den SSC Neapel, denen nur noch ein Tor fehlte, um Leipzig aus der Europa League zu kegeln. Doch RB rettete sich über die Ziellinie.

Nun geht es für RB Leipzig und Borussia Dortmund im Achtelfinale weiter, welches am 8. und 15. März über die Bühne geht.