BFC Dynamo: BFC-Coach Uluc nach Remis gegen Berliner AK zurückgetreten


Uluc tritt nach Remis zurück

Paukenschlag beim BFC Dynamo: Trainer Volkan Uluc ist nach dem 0:0 im Berlin-Derby gegen den BAK völlig überraschend zurückgetreten. So rückte das Spiel nach dem Schlusspfiff ganz schnell in den Hintergrund.

Sowohl Dynamo als auch BAK agierten vor 1.217 Zuschauern mit offenem Visier, sodass die Zuschauer im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark ein munteres Derby zu Gesicht bekamen. Was zur Krönung fehlte, waren jedoch Tore. In der Partie kämpften beide Mannschaften verbissen um jeden Zentimeter, wobei Schiedsrichter Jacob Pawlowski des Öfteren in arge Bedrängnis gebracht wurde.

 

Sowohl dem BFC Dynamo als auch dem Berliner AK boten sich einige Torchancen, doch Zählbares sprang nicht dabei raus. Die letzte Chance, das Spiel für sich zu entscheiden, hatten die Weinroten aus Hohenschönhausen, doch in der Schlussminute strich ein vermeintlich siegbringender Kopfball nur knapp am Pfosten vorbei, sodass es bei der Nullnummer blieb. Durch das Unentschieden belegt der BFC mit 19 Punkten den 5. Tabellenplatz in der Regionalliga Nordost. Am kommenden Samstag lädt der BFC dann zum Ost-Nostalgie-Klassiker gegen den 1. FC Magdeburg.

Dann wird BFC-Trainer Volkan Uluc aber nicht mehr auf der Bank sitzen, hat er doch nach dem Spiel überraschend seinen Rücktritt verkündet. Was war geschehen? Uluc hatte Spieler Philipp Haastrup aufgrund von fehlender Identifikation und vermeintlichen Verhandlungen mit dem BAK suspendiert. Diese Suspendierung nahm der BFC-Vorstand am letzten Dienstag dann zurück und ordnete Uluc an, Haastrup ab Montag wieder am Trainingsbetrieb teilnehmen zu lassen. Dies wollte Uluc aber so nicht hinnehmen, da er sich nicht als Marionette des Vorstandes sieht. Er meinte, dass der Vorstand solch eine Entscheidung treffen könne, aber dann auch mit den Konsequenzen leben müsse.

Uluc und der Kampf gegen den Vorstand

Noch auf dem Spielfeld versammelte Uluc seine Spieler nach dem Schlusspfiff ein letztes Mal zum Kreis und teilte ihnen seine Entscheidung mit. „Ich habe mich bei den Jungs bedankt und ihnen gesagt, dass ich stolz auf sie bin“, so der Ex-Trainer. Wie man sehen konnte, ging der plötzliche Abschied nach dem verlorenen Machtkampf gegen den BFC-Vorstand vielen Spielern nahe, wobei sogar Tränen flossen. Auch Kapitän Björn Brunnemann fehlten die Worte und er verließ mit den Tränen in den Augen den Rasen. Aber auch andere Spieler wollten sich zum Uluc-Rücktritt nicht äußern. Dynamo-Präsident Norbert Uhlig wusste zu diesem Zeitpunkt noch nichts von der Entscheidung seines Trainers: „Ich habe weder schriftlich noch mündlich vom Trainer irgendetwas bekommen.“

Nach dem Rücktritt des Trainers wird am Dienstag wohl vorerst Co-Trainer Martino Gatti und / oder Markus Schatte (Trainer der U23) das Training leiten. Wer den vakanten Trainerposten übernehmen soll, ist derzeit noch vollkommen unklar.

 
Bildquelle: Jörg Künstler