Boxen: Wladimir Klitschko schickt Alex Leapai auf die Bretter


Klitschko besiegt Leapai durch K.o.

Durch einen souveränen und nie gefährdeten Sieg gegen den chancenlosen Pflichtherausforderer Alex Leapai aus Australien bleibt Wladimir Klitschko Weltmeister in den Boxverbände WBA, IBF und WBO. Bereits in der 5. Runde entschied der Box-Champion den einseitigen Kampf durch K.o. Nach dem Duell sorgten Shannon Briggs und Manuel Charr für einen Eklat.

Schon im Vorfeld hieß es, dass Wladimir Klitschko gegen Alex Leapai keine großen Probleme haben würde – und die Prognosen sollten sich bestätigen. Vor 12.000 Zuschauern in Oberhausen übernahm Klitschko vom ersten Gongschlag an das Kommando im Ring.

Der Ukrainer hielt sich dank seines Größenvorteils von 15 Zentimetern und deutlich größer Reichweite seinen australischen Kontrahenten fast mühelos mit seinem linken Jab vom Leibe. Bereits nach wenigen Sekunden kassierte Leapai den ersten Niederschlag und ging zu Boden.

Danach war Klitschko spürbar anzumerken, dass er den ungleichen Kampf, der höchstens einem besseren Sparring glich, vorzeitig beenden wollte. Der 38-Jährige beherrschte und diktierte das ungleiche Duell nach Belieben und immer wieder fand seine linke Führhand das Ziel, wobei Klitschko auch immer häufiger mit seiner rechten Geraden punkten konnte. In der 5. Runde war es denn soweit und Wladimir Klitschko schickte Alex Leapai, der durch einen Überraschungssieg zum Weltranglistenersten der WBO aufstieg, mit einer krachenden Rechten auf die Bretter. Der Ringrichter beendete den „Kampf“ nach dem dritten Niederschlag und Klitschko bleibt Weltmeister im Schwergewicht.

Klitschko in Gedanken in Ukraine

Pflichtherausforderer Leapai fehlten vor allem auch die taktischen und technischen Möglichkeiten, um den Ukrainer auch nur ansatzfähig gefährlich zu werden. Für Wladimir Klitschko war es indes der 62. Sieg in seinem 65. Profikampf. „Es war nicht leicht, mein Kopf war in der Ukraine. Was derzeit in meiner Heimat passiert, beschäftigt die ganze Welt“, sagte Klitschko und zog trotz der einseitigen Angelegenheit seinen Hut vor seinem Kontrahenten: „Du hast alles gegeben, Respekt.“

Aktuell scheint es weltweit keinen Boxer zu geben, der Wladimir Klitschko im Ring ernsthaft gefährden könnte. Als Nächstes wird sich der Bulgare Kubrat Pulev versuchen, gegen den Klitschko seinen IBF-Titel verteidigen muss.

Briggs und Charr fordern WM-Kampf gegen Klitschko

Von einem Kampf gegen Klitschko träumen auch Ex-Weltmeister Shannon Briggs aus den USA, der schon beim Wiegen vor dem Kampf mit einem peinlichen Nackt-Auftritt für Aufsehen sorgte, sowie Manuel Charr aus Köln. Beide saßen am Boxring und versuchten sich den Weg in Richtung Klitschko zu ebnen, um Aufmerksamkeit für einen WM-Kampf zu bekommen.