Boxen: Marco Huck schlägt Larghetti und will nun gegen Klitschko boxen


Huck will Klitschko herausfordern

Marco Huck hat seinen Weltmeistertitel im Cruisergewicht nach Version der WBO zum 13. Mal verteidigt und somit den Rekord von Johnny Nelson egalisiert. Doch im WM-Kampf in Halle/Westfalen gegen den italienischen Herausforderer Mirko Larghetti hatte Huck mehr Probleme als erwartet, gewann aber einstimmig nach Punkten.

Nun könnte es ins Schwergewicht gehen, wo „Captain Huck“ gegen Wladimir Klitschko antreten will. Am Ende war es ein klarer Erfolg für Marko Huck. Der gebürtige Serbe setzte sich gegen Mirco Larghetti klar nach Punkten (116:112, 116:112, 118:110) durch.

 

„Larghetti hat mir einiges abverlangt. Viele haben vor dem Kampf gedacht, dass ich ihn schnell umhauen werde. Aber bei diesem Niveau ist die Luft ganz oben dünn. Am Ende habe ich aber gezeigt, dass ich wie ein Terrier losgehen kann. Wo ich hinschlage, wächst einfach kein Gras mehr“, erklärte Huck nach seiner erfolgreichen Titelverteidigung, für die er eine Börse von über einer halben Million kassiert.

Während Huck in den letzten Kämpfen zu Beginn meist passiv und zurückhaltend agierte und dem Gegner die Anfangsrunde überließ, legte der 29-Jährige im Gerry-Weber-Stadion den Vorwärtsgang ein und setzte die ersten Schläge. Die 5.150 Zuschauer sahen bis zur Kampfmitte einen klar dominanten Huck und es schien nur eine Frage der Zeit, bis der „Captain“ den italienischen Landwirt auf die Bretter schickt.

Huck träumt vom Kampf gegen Klitschko

Doch zur Mitte des Kampfes agierte der WBO-Champion zu zögerlich und versuchte sich, hinter seiner Doppeldeckung zu verstecken, um dann explosionsartig zu attackieren. Hierfür lud vor allem auch die löchrige Defensive von Larghetti ein. Etwas überraschend konnte der 31-jährige Herausforderer, der vor allem Nehmerqualitäten bewies, häufig mit seinem Jab durch Hucks nicht immer sattelfest wirkende Deckung kommen. Aber ernsthaft in Gefahr war der Berliner nicht.

In den letzten Runden schaltete Marco Huck aber wieder einen Gang höher und brachte Larghetti mit seiner Rechten mehrfach in Bedrängnis. In der Schlussrunde feuerte Huck einem wahren Schlaghagel los, aber erst kurz nach dem Gong ging Larghetti zu Boden.

Doch wie geht es mit Marco Huck jetzt weiter? Noch vor dem Kampf klagte der Schützling von Trainer Ulli Wegner, dass ihm im Cruisergewicht die Konkurrenz fehlt und er sich nach 2012 erneut einem Wechsel ins Schwergewicht vorstellen könnte. Für eine Kampfansage Richtung Wladimir Klitschko war Huck zumindest nicht verlegen: „Wenn ich Klitschko mit meinen Fäusten treffe, dann geht er baden. Er ist ein guter Boxer, aber seine Schwäche ist das Kinn. Sobald er unter Druck gerät, fängt er an zu tanzen.“