Boxen: Marco Huck trennt sich von Team Sauerland


Huck trennt sich von Sauerland

WBO-Weltmeister Marco Huck lässt die Bombe platzen. Wie der 29-jährige bekannt gab, wird er seinen zum 31. Dezember auslaufenden Vertrag mit Sauerland nicht verlängern. Damit endet die 10-jährige Beziehung zum Berliner Boxstall.

Wilfried Sauerland muss damit einen weiteren Schock verdauen, denn neben Cruisergewichts-Weltmeister Huck, wird wohl auch die TV-Vermarktung mit dem TV-Sender ARD immer schwieriger. Marco Huck und Sauerland – ein Kapitel endet!

 

Der WBO-Weltmeister möchte sich selbst vermarkten und hofft dabei auf einen Kampf gegen Wladimir Klitschko. Zudem träumt der ambitionierte Boxer von einer Zukunft in den USA, wo er größere Kämpfe bestreiten möchte.

Mit „UFA Sports“ hat Huck bereits einen Partner gefunden, die ihn vermarkten werden. Zugleich hat der in Berlin wohnende Huck seine eigene Firma gegründet. „Käpt´n Huck“ hat dazu seinen Bruder Kenan als Geschäftsführer und Promoter engagiert, der sich um die Belange seines Schützlings kümmern soll. Der Weltmeister selbst möchte sich friedlich von Sauerland trennen und hofft, dass es keinen großen Ärger geben wird.

Ob Ulli Wegner weiterhin sein Trainer bleibt, dürfte fraglich sein. Es stehen höchstwahrscheinlich noch einige Gespräche an, in denen abgeklärt wird, ob das Engagement mit Wegner fortgeführt werden kann. Für Marco Huck bedeutet es eine gewisse Freiheit, denn Anfang 2015 möchte der gebürtige Serbe seine erste eigene WM organisieren. Wer sein Gegner sein wird, steht noch nicht fest.

Sauerland muss sich derweil große Sorgen um seine Zukunft machen, denn der TV-Vertrag mit der ARD wird nicht mehr in der Form weitergeführt, wie man es seit Jahren kennt. Jeder Boxkampf wird vorher beim Sender überprüft, was eine Organisation für den Boxstall merklich erschweren wird. Zudem gehen dem Stall die Zugpferde aus.

Huck zukünftig auf HBO zu sehen?

Man hat zwar mit Arthur Abraham, der gerade erst seinen WBO-Titel im Super-Mittelgewicht gegen Paul Smith verteidigen konnte, einen Boxer, dessen Karriereende immer näher rückt. Mit Yoan Pablo Hernandez verfügt der Boxstall über einen weiteren Weltmeister, jedoch dürfte der Verlust von Marco Huck weitreichende Folgen haben, wenn es darum geht, für die ARD interessant zu bleiben.

Huck selbst hatte bereits im Mai dieses Jahres mit dem US-Sender HBO verhandelt. Ziel sei es, in den USA Berühmtheit zu erlangen. Sein bevorstehender Wechsel ins Schwergewicht und einen eventuell verbundenen Kampf gegen Klitschko dürfte auf jeden Fall für Aufsehen sorgen. Wo der Kampf am Ende ausgestrahlt wird, ist derzeit noch völlig offen.

Allerdings wäre es ab Januar auch möglich, seine Fights auf anderen TV-Sendern zu zeigen, wodurch Marco Huck sehr flexibel wird. Die Zukunft wird zeigen, wie sich seine Eigenvermarktung entwickeln wird und ob er seinen Traum, gegen Wladimir Klitschko anzutreten, erfüllen kann!