Boxen: Sturm zum vierten Mal Weltmeister


Felix Sturm siegt gegen Darren Barker und ist Weltmeister

Felix Sturm hat das Jahr 2013 nach einem sehr durchwachsenen Start mit einem Erfolg beendet und mit einem Sieg über Darren Barker deutsche Boxgeschichte geschrieben. Der 34-Jährige holte sich den Titel im IBF-Mittelgewicht und wurde damit zugleich als erster deutscher Boxer zum vierten Mal Weltmeister. 15 Monate nach seiner Niederlage gegen den Australier Daniel Geale ist Sturm somit wieder ganz oben angekommen.

Sturm benötigte vor 9.000 Zuschauern in der Stuttgarter Porsche-Arena gegen seinen britischen Kontrahenten gerade mal 5:09 Minuten, um durch technischen K.o. zu gewinnen.

Nach einer ausgeglichenen ersten Runde schickte Felix Sturm Barker bereits zu Beginn der zweiten Runde mit einer harten Rechten erstmals zu Boden, woraufhin Barker etwas Zeit benötigte, um sich zu fangen. Dies sollte allerdings nicht recht gelingen. Vielmehr ging der Brite, der sich den Titel mit einem Sieg über Sturm-Bezwinger Geale geholt hatte, kurze Zeit später erneut zu Boden und wurde vom Ringrichter angezählt und schließlich aus dem Ring genommen.

Re-Match zwischen Sturm und Barker

Im Anschluss an den Kampf konnte Sturm mit seiner Genugtuung nicht hinter den Berg halten, nachdem er vor allem zu Beginn des Jahres nach seiner Niederlage gegen Sam Soliman, die aufgrund eines Doping-Vergehens des Australiers aber letztlich nicht gewertet wurde, öffentlich scharf kritisiert worden ist: "Es gibt in Deutschland ja viele Leute, die sich für Boxexperten halten und mich schon abgeschrieben haben. Die haben in die Zukunft geblickt und das Ende meiner Karriere prophezeit. Deshalb ist dieser Sieg für mich eine unheimliche Genugtuung“, so Sturm, der seine persönliche Kampfstatistik auf 39 Siege in 45 Duellen verbesserte.

Im Frühjahr kommt es nun aller Voraussicht nach zum Re-Match zwischen Darren Barker und Sturm. Der 31 Jahre alte Barker, der bei seiner ersten Titelverteidigung die zweite Pleite im 28. Kampf einstecken musste, hatte sich die Chance zur Revanche für den Fall einer Niederlage vertraglich festschreiben lassen.