Boxen: Stieglitz siegt gegen Kiyota - Abraham im Fokus


Stieglitz gewinnt gegen Kiyota

Knapp vier Monate, nachdem sich Robert Stieglitz am 23. März in Magdeburg den WBO-Titel im Supermittelgewicht von Arthur Abraham zurückholen konnte, darf sich der 32 Jahre alte Russlanddeutsche auch weiterhin Weltmeister nennen. In einem überaus blutigen WM-Kampf besiegte Stieglitz seinen Herausforderer Yuzo Kiyota nach einem überlegen geführten Fight, der in der 10.Runde abgebrochen werden musste, verdient und einstimmig nach Punkten (99:90, 100:89, 99:90).

Von Anfang an beherrschte Stieglitz Kiyota, der als erster Japaner überhaupt um einen WBO-Titel boxte, fast nach Belieben und fügte seiner Kontrahenten schon in der vierten Runde einen tiefen Cut über dem Auge zu. Nachdem der Ringrichter den Kampf da noch weiterlaufen ließ, war in der drittletzten Runde dann Schluss, als die Wunde immer stärker blutete. Der Sieg für Stieglitz war da nur noch Formsache, zumal sich Kiyota in den letzten Minuten des Kampfes nicht mehr anders als mit unfairen Mitteln zu helfen wusste. Insgesamt hat der für den aufstrebenden SES-Boxstall antretende Stieglitz nun bei 48 Profi-Kämpfen 45 Siege errungen. Für Kiyota, der erstmals in Europa boxte, war es derweil beim 28. Auftritt als Profi-Boxer die vierte Niederlage.

Während Kiyota sofort nach dem Abbruch des Kampfes ins Krankenhaus musste, wo der Cut über dem Auge genäht wurde, richtete Stieglitz gleich wieder seinen Blick nach vorne. Den Fragen nach einem erneuten Duell mit Arthur Abraham begegnete der Weltmeister sehr offen und ließ durchblicken, einer dritten Auflage dieses Kampfes gegenüber nicht abgeneigt zu sein: "Ich würde gegen ihn gerne boxen. Aber momentan gibt es gar keine Gespräche. Ich weiß auch nicht, ob er jetzt Lust hat, gegen mich zu boxen."

Stieglitz stichelt gegen Abraham

Eine kleine Stichelei in Richtung seines möglichen nächsten Gegners konnte sich Stieglitz, der im August 2012 zunächst seinen Titel an Abraham verloren und ihn sich dann im März zurückgeholt hat, nicht verkneifen: “Für mich steht es eigentlich 2:1, weil ich ihn zuletzt vorzeitig besiegt habe, da hatte er gar keine Chance.“

Zeitnah wird es indes wohl keine Neuauflage geben, tritt Abraham doch zunächst am 24. August in Schwerin gegen Willbeforce Shihepo aus Namibia an.