Boxen: Felix Sturm vor seinem Kampf gegen Predrag Radosevic


WM-Ausscheidungskampf zwischen Sturm und Radosevic

Nach einigen durchwachsenen Auftritten befindet sich Felix Sturm vor seinem WM-Ausscheidungskampf gegen Predrag Radosevic am Scheideweg. Zehn Monate nach seiner Niederlage in der Titelvereinigung am 1. September 2012 gegen den Australier Geale sowie dem ebenfalls verlorenen Kampf gegen dessen Landsmann Sam Soliman, der allerdings wegen eines Doping-Verstoßes seines Kontrahenten annulliert wurde, steigt Sturm wieder in den Ring und ist vor dem Fight gegen den in 27 Profi-Kämpfen noch ungeschlagenen Montenegriner Radosevic hoch motiviert.

In der Dortmunder Westfalenhalle will der mittlerweile 34 Jahre alte Mittelgewichtler seine Chance beim Schopfe packen und sich mit einem Sieg als Pflichtherausforderer von IBF-Champion Geale etablieren, sodass es in absehbarer Zeit zu einer Revanche kommen könnte.

Überraschend offen sprach Sturm in den vergangenen Tagen über die Gründe für seine schwachen Leistungen gegen Geale und Soliman und suchte gar nicht erst nach Ausflüchten: "Zwar habe ich immer hart und professionell gelebt, aber in der Zeit zwischen den Kämpfen habe ich ein paar Dinge versäumt. Ich trinke und rauche zwar nicht, aber ich habe das Leben in vollen Zügen genossen“, so der gebürtiger Leverkusener bei der ersten offiziellen Pressekonferenz vor dem Kampf gegen Radosevic.

Sturm bestens vorbereitet

Zugleich kündigte Sturm, der vermutlich wieder auf die Unterstützung seiner Fußballer-Freunde Lukas Podolski und Edin Dzeko wird bauen können, an, sich auf den anstehenden Fight sehr konzentriert vorbereitet zu haben: "Vor diesem Kampf habe ich einiges verändert, ich arbeite professioneller als zuletzt. Da habe ich mich zu sehr auf mein Talent verlassen. Zuletzt haben die Fans nicht den wahren Felix Sturm gesehen. Den werde ich jetzt gegen einen starken und motivierten Gegner zeigen. Man könnte von Felix Sturm 2.0 sprechen.“

An diesen Worten wird sich der frühere WBA-Superweltmeister im Mittelgewicht zweifelsohne messen lassen. Sollte es erneut schief gehen und Sturm in seinem 44. Kampf als Profi die vierte Niederlage kassieren, dürfte es hingegen lange dauern, bis sich wieder eine Titelchance bietet, sofern überhaupt noch einmal die Gelegenheit zum Sprung nach ganz oben kommt.