K.o. Sieg von Felix Sturm gegen Predrag Radosevic


Radosevic verliert gegen Sturm

Felix Sturm hat sich nach einem sehr durchwachsenen Jahr mit dem Verlust seines WM-Titels nach der Niederlage in der Titelvereinigung der Verbände IBF und WBA am 1. September 2012 gegen den Australier David Geale eindrucksvoll zurückgemeldet. Gegen Predrag Radosevic aus Montenegro machte der Leverkusener am Samstagabend in der Dortmunder Westfalenhalle kurzen Prozess und landete einen Sieg durch technischen K.o. bereits in der vierten Runde.

Nachdem der Verband IBF vor dem Kampf für reichlich Verwirrung gesorgt hatte, weil der des Dopings überführte Sam Soliman, dessen Sieg gegen Sturm Anfang des Jahres aber wegen der Einnahme des verbotenen Amphetamins Oxilofrin annulliert worden war, als Nummer eins der Weltrangliste bestätigt wurde, zeigte sich Sturm davon unbeeindruckt und sicherte sich die Chance, sich in seinem nächsten Kampf den Weltmeistertitel im Mittelgewicht zurückzuholen. Ob es zur Revanche mit Geale kommt, ist indes noch offen, muss sich der Australier dafür doch erst am 17. August in Atlantic City (USA) gegen seinen Herausforderer Darren Barker aus England durchsetzen.

Sturm machte nach seinem Sieg gegen Radosevic aber kein Geheimnis daraus, am liebsten gegen Geale antreten und sich für die im Vorjahr erlittene Niederlage revanchieren zu wollen. Zuvor hatte der 34-Jährige seinen Worten im Vorfeld des Kampfes Taten folgen lassen und sich im Vergleich zu seinen letzten Auftritten deutlich verbessert präsentiert.

Erste Niederlage für Radosevic

In seinem 44. Profi-Kampf gelang Sturm der 38. Sieg bei drei Niederlagen, zwei Unentschieden und dem nicht gewerteten Kampf gegen Soliman. Für den 28 Jahre alten Radosevic war es derweil die erste Niederlage nach bislang 27 ungeschlagenen Kämpfen, wobei der Montenegriner bislang aber auch noch keinen Gegner vom Kaliber Sturms angetreten ist.

Letztlich fehlten Radosevic für die 6.000 Zuschauer in der Dortmunder Westfalenhalle genau wie für die Box-Fans am Fernseher klar erkennbar die Mittel, um den Schützling des sehr zufriedenen Trainers Fritz Sdunek ernsthaft zu gefährden. Nach drei präzisen Leberhaken Sturms, die Radosevic in die Knie zwangen, hatte auch der Ringrichter ein Einsehen und brach das ungleiche Duell frühzeitig ab.