Boston Celtics: Wallace unzufrieden mit Leistung


Gerald Wallace mit Leistung der Boston Celtics absolut unzufrieden

Gerald Wallace ist offenbar der Einzige, der sich die Worte von Celtics General Manager Danny Ainge zu Herzen genommen hat. Fast schon gebetsmühlenartig erklärte Ainge, dass die Celtics mit Ambitionen in die neue Saison gehen. Schließlich seien sie die Boston Celtics. Getreu dem eigenen Selbstverständnis, hat sich Wallace nach der jüngsten 89:104-Pleite gegen die Minnesota Timberwolves nicht mit Kritik am eigenen Team zurückgehalten.

Der 31-Jährige Gerald Wallace, der im Rahmen des Blockbuster Deals zwischen den Celtics und Brooklyn Nets nach Beantown gekommen war, bemängelte die Einstellung seiner Teamkameraden.

Wir strengen uns zu wenig an“, erklärte Wallace nach der Niederlage. Zugegeben, die bisherigen Ergebnisse in der Preseason geben wenig Grund zum Optimismus. Von sieben Spielen gingen sechs verloren. „Die Jungs sind auf dem Parkett einfach zu egoistisch. Während unsere Gegner als Team harmonieren, ganz egal wie das Spiel läuft.“ Doch der Forward steht mit seiner Auffassung nicht allein da und so teilt Jeff Green die sich breitmachende Frustration bei Wallace.

Die Wolves wollten den Sieg einfach mehr als wir. Sie hatten mehr Biss, so einfach ist das“, bemängelte Green im „Boston Herald“ die Einstellung im Celtics-Teams. „Wir können es uns nicht erlauben, dass unserer Gegner härter und aggressiver zu Werke gehen als wir. Das Spiel gegen die Wolves hat uns in unserer Entwicklung einen Schritt zurückgeworfen. Wir dürfen auf gar keinen glauben, nur weil es Preseason ist, das wir mit halber Kraft spielen können.“

Brad Stevens besorgt um Boston Celtics

Und was sagt Cheftrainer Brad Stevens zu den sehr durchwachsenen Auftritten der Celtics? Auch er ist offenbar besorgt: „Wir haben wieder bis zu einem bestimmten Punkt gut mitgehalten und gekämpft, doch dann haben wir einfach nicht mehr gut genug gespielt. Was auch immer der Grund dafür sein mag, jeder Einzelne von uns muss in sein Inneres gucken und herausfinden, wo er sich verbessern muss.

Auch wenn die kommende Saison nach dem Aderlass im Sommer, als mit Paul Pierce, Kevin Garnett oder Jason Terry drei wichtige Spieler abgegeben wurden, eher ein Übergangsjahr ist, darf es bei keinem Team an der Einstellung mangeln. Nicht in der NBA, wo auch die Spieler von schlechteren Teams immer noch ein fürstliches Gehalt kassieren.

Wir werden dafür bezahlt, Basketball zu spielen“, erklärte Green. „Wir sind Profis. Unsere Einstellung muss lauten, rauszugehen und jedes Spiel gewinnen zu wollen.“ Nächste Chance ist am Donnerstag, wenn die Boston Celtics ein Vorbereitungsspiel gegen die Brooklyn Nets bestreiten.