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DTM: Gary Paffett glaubt weiterhin an DTM-Titel

Am Sonntag fiel Gary Paffett auf dem Norisring nach einem Crash unglücklich aus und hat wichtige Punkte im Kampf um die Meisterschaft in der DTM eingebüßt. Doch keine Spur von Trübsal blasen. Im Gegenteil, der Mercedes-Pilot gibt sich trotz des angewachsenen Rückstands auf den WM-Führenden Mike Rockenfeller weiter optimistisch.

Die Zornesröte war Gary Paffett auf dem Norisring ins Gesicht geschrieben, als er in der vorletzten von 83 Runden mit Audi-Fahrer Edoardo Mortara kollidierte und sich somit seine aussichtsreiche Chance auf einen Podiumsplatz in Luft auflöste. „Ein Idiot“ sei der Italiener, „ein kompletter Idiot“ echauffierte sich der 32-Jährige über Mortara, der nach Ansicht von Paffett allein für den Unfall verantwortlich ist. Montara ist freilich anderer Ansicht, aber sei es drum.

Die Beileidsbekundungen vom Spitzenreiter Mike Rockenfeller dürften zurückhaltend ausgefallen sein, da der Mercedes-Pilot auf dem Norisring gleich doppelt profitierte. Zum einen vom Ausfall des Titelkonkurrenten Paffett, zum anderen von der nachträglichen Disqualifikation des vermeintlichen Siegers Mattias Ekström. Dem Audi-Piloten wurde der Sieg im Nachhinein aberkannt, da ihm sein Vater unmittelbar nach dem Rennen freudetrunken eine Wasserflasche in die Hose steckte und dort entleerte. Ein klarer – wenn auch skurriler – Verstoß gegen das Reglement, welcher unter die Kategorie unerlaubte Gewichtszufuhr fällt. Rockenfeller verbesserte sich somit vom 4. auf den 5. Platz und führt jetzt mit 69 Punkten das Gesamtklassement an.

DTM-Fahrerwertung sorgt für Spannung

Paffett liegt nach fünf von zehn zu fahrenden Rennen in der DTM-Fahrerwertung hinter Rockenfeller, Bruno Spengler (67) und Christian Vietoris (55) mit 47 Zählern auf Platz vier. Den festen Glauben an die Meisterschaft hat Paffett aber noch längst nicht verloren. Schließlich musste der Brite selber in der letzten Saison am eigenen Leib erfahren, wie schnell sich ein sattes Punktepolster auflösen kann und Spengler letztendlich den Titel gewann. „Ich habe im vergangenen Jahr die Meisterschaft mit 47 Punkten Vorsprung angeführt - jetzt 22 Zähler Rückstand zu haben, scheint da nicht allzu schlecht“, äußert sich der Mercedes-Fahrer entsprechend optimistisch.

Und mit etwas Abstand ist beim DTM-Champion von 2005 auch die Wut über den Ausfall neuer Motivation gewichen. „Wir haben ein schnelles Auto, wir können diesen Weg weiter verfolgen und um die Meisterschaft kämpfen“, lautet die Kampfansage an Rockenfeller.

Die nächste Chance den Vorsprung zu verkleinern ergibt sich für Paffett sowie die anderen Titelaspiranten am 4. August, wenn die Rennserie der Deutschen Tourenwagen-Masters in Russland auf dem Moskau Raceway Station macht.

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