Tischtennis: Ovtcharov sehr spielstark in Chinas Superliga


Timo Boll und Ovtcharov überzeugen in China

Wie aus den vergangenen Jahren gewohnt hat Timo Boll auch in diesem Sommer wieder die Reise nach China angetreten, um in der dortigen Tischtennis-Superliga bis Ende Juli einige Spiele zu bestreiten. Während es für Boll bereits der vierte Auftritt im Reich der Mitte ist, ist mit Dimitrij Ovtcharov ein zweiter Deutscher heuer erstmals in der stärksten Liga der Welt vertreten.

Nachdem Ovtcharov, der sich als Olympia-Dritter über die Grenzen Deutschlands hinaus einen sehr guten Ruf erworben hat, die ersten drei Partien seines Klubs Guangdong Chenjing Club noch von der Bank aus verfolgen musste und es beim vierten Match gegen Bolls Verein Jiangsu Super Cable Club nur zu einem Einsatz im Doppel reichte, erhielt der 25-Jährige am Sonntag gegen Tianjin Bohai Club erstmals das volle Vertrauen und zahlte dieses auf Anhieb zurück.

Beim 3:1-Erfolg seines Teams avancierte Ovtcharov mit Siegen im zweiten und vierten Einzel zum Matchwinner. Gegen Chuang Chih-Yuan und Hao Shuai behielt der in der Ukraine geborene Deutsche jeweils in Fünf-Satz-Spielen die letztlich für den Sieg ausschlaggebenden Erfolge. In den verbleibenden Spielen bis Ende des Monats darf der Weltranglisten-Sechste aus Hameln nun wohl mit weiteren Einsätzen rechnen.

Ovtcharov gleich der Matchwinner

Für Boll verlief der Sonntag derweil durchwachsen. Zwar gewann der 32-Jährige mit seinem Team mit 3:1 bei Bazhou Hairun Club, doch den einzigen Gegenpunkt musste Jiangsu im von Boll und Xu Hui bestrittenem Doppel hinnehmen. Im Einzel kam der aktuelle Fünfte der Weltrangliste hingegen diesmal nicht zum Zug.

Wer eines Tages in die Fußstapfen von Boll und Ovtcharov treten und mit Tischtennis Geld verdienen möchte, muss viel Zeit in Training investieren und sollte auch bei der Ausrüstung nicht sparen. Für den Laien ist der Unterschied von Ball zu Ball zwar im ersten Moment nicht zu erkennen, doch selbst wenn man nur hobbymäßig spielt, kann man einen billigen Ball von einem qualitativ hochwertigen in Sekundenschnelle und schon beim ersten Schlag erkennen. Wichtig ist darüber hinaus aus, ein passendes Netz, über dessen gegebenenfalls nötigen Auf- und Abbau man sich im Optimalfall nicht ärgern müssen sollte. Ein gutes Tischtennisnetz für jeden Tisch ist zwar vielleicht einen Tick teurer, doch wer die Platte mehr als nur einmal im Jahr aus dem Keller hervorholt, sollte diese Ausgaben nicht scheuen.