Tischtennis: Deutschland verliert WM-Finale gegen China


Deutschland verliert WM-Finale gegen China

Deutschlands Tischtennis-Herren haben bei der Tischtennis-Wm 2014 in Japan die große Sensation verpasst. Im Finale mussten sich Timo Boll und Co. dem scheinbar übermächtigen Rekordtitelträger aus China erneut geschlagen geben. Am Ende setzte sich der Abonnements-Champion mit 3:1 durch, obwohl Dimitrij Ovtcharov zwischenzeitlich für einen Hoffnungsschimmer sorgte.

Es bleibt dabei: China ist die unantastbare Großmacht im Tischtennis! Das bewiesen die Spieler aus dem Reich der Mitte mal wieder bei der Mannschafts-WM in Tokio. Sowohl die Herren- als auch die Damen-Mannschaft wiesen die Konkurrenz in die Schranken und holten souverän den WM-Titel.

Dabei hat sich Deutschland, das sich im Halbfinale 3:1 gegen Gastgeber Japan durchsetzte, im Herren-Finale teuer verkauft und das Team von Bundestrainer Jörg Roßkopf bot im Wunschfinale ordentlich Gegenwehr. Am Ende setzte sich jedoch der große Favorit mit 3:1 durch und das deutsche DTTB-Team muss sich wie schon 1969, 2004, 2010 und 2012 mit der Silbermedaille begnügen.

Für die deutschen Herren war es die fünfte Pleite im fünften WM-Finale. Für Deutschland standen Timo Boll, Europameister Dimitrij Ovtcharov und Patrick Franziska an der Platte, wobei lediglich Ovtcharov am Montag dank eines starken Auftritts gegen Weltmeister Zhang Jike den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich markierte. Doch in den anderen Matches unterlagen die DTTB-Cracks ihren Gegnern.

Starker Ovtcharov hielt DTTB-Team im Rennen

Das erste Match im Finale bestritten Rekord-Europameister Boll und der Weltranglisten-Zweite Ma Long. Nach Boll zuvor alle seine sieben WM-Spiele gewann, musste er sich Chinas Sieggaranten klar mit 0:3-Sätzen geschlagen geben. Als sich jedoch Dimitrij Ovtcharov im zweiten Einzel überraschend deutlich mit 3:0 (13:11, 11:8, 11:6) gegen den Weltmeister Zhang Jike durchsetzte und zum 1:1 ausgleichen konnte, keimte Hoffnung in der Roßkopf-Auswahl auf. Die sollte aber schnell wieder verpuffen.

Im dritten Match war Franziska beim 0:3 chancenlos gegen den Weltranglisten-Ersten Xu Xin und danach zog auch Ovtcharov im Spitzeneinzel gegen den überragenden Ma Long den Kürzeren. Im ersten Satz konnte Ovtcharov seinem Kontrahenten noch Paroli bieten und hatte sogar einen Satzball. Am Ende musste er sich aber doch deutlich mit 0:3-Sätzen (10:12, 5:11, 2:11) geschlagen geben.

Chinas Damen besiegen Japan

China tütete den siebten WM-Titel in Serie und 19. insgesamt ein. Auch die chinesischen Damen konnten ihren Erfolg bei der Mannschafts-WM durch ein klares 3:0 im Finale gegen Japan erfolgreich verteidigen. Somit feierte China zum 15. Mal das WM-Double. Wie fast schon erdrückend Chinas Dominanz vor allem im Damen-Bereich ist, zeigt die Tatsache, dass mit Ausnahme von 2010 die Chinesinnen seit 1975 alle Mannschaftstitel gewannen.