Radsport: Nairo Quintana gewinnt die Giro d´Italia


Nairo Quintana gewinnt Giro d´Italia

Der Kletterspezialist Nairo Quintana wurde seiner Favoritenrolle gerecht und gewann als erster Kolumbianer den Giro d'Italia. Vor allem seine herausragenden Leistungen in den Bergen in den letzten Etappen waren der Garant für den Erfolg bei der 97. Ausgabe der Italien-Rundfahrt. Auf der Schlussetappe kam der 24-jährige Radprofi vom Team Movistar mit dem Hauptfeld ins Ziel, während sich der Slowene Luka Mezgec den Tagessieg sicherte.

„Das ist der glücklichste Tag in meiner Karriere“, jubelte Nairo Quintana nach seinem Husarenritt beim Giro d'Italia.

 

Drei harte und strapaziöse Wochen mit 21 Etappen und insgesamt 3445,5 Kilometer absolvierten die Radler, von denen Quintana am Ende seinem Ruf als aktuell bester Rundfahrer im Feld gerecht wurde. Dabei ist der zierliche Bergfloh gerade einmal 24 Jahre alt und könnte durchaus eine neue Ära im Radsport eingeleitet haben. Erst bei der letztjährigen Ausgabe der Tour de France ging Quintanas Stern auf, als er in der Gesamtwertung den 2. Platz belegte.

Beim Giro setzte Nairo Quintana noch einen drauf und strahlte voller Stolz im Rosa Trikot. Er ist nach Luis Herrera, der 1987 die Spanien-Rundfahrt gewann, erst der zweite Kolumbianer, der einen Gesamtsieg bei einer der drei großen Landesrundfahrten Giro, Vuelta und Tour de France feiern konnte. Hinter dem 1,67 m großen Quintana landete Rigoberto Uran vom Team QuickStep auf dem 2. Platz und machte damit den kolumbianischen Doppelsieg perfekt. Das Podium wurde durch den Italiener Fabio Aru vom Team Astana komplementiert.

Quintana gewinnt Giro absolut verdient

Quintana hat sich den Sieg beim Giro absolut verdient, zumal er in den abschließenden Bergetappen die Angriffe der Konkurrenz ohne große Mühe abwehren konnte und allen Tempoverschärfungen die Stirn bot. Zudem fuhr der zierliche Kolumbianer beim anspruchsvollen Bergzeitfahren am Freitag die Bestzeit.

Der Tagessieg auf der 21. und letzten Etappe der Giro d´Italia ging an Luka Mezgec aus Slowenien. Der Radprofi vom Team Giant setzte sich im Sprint gegen den Italiener Giacomo Nizzolo (Trek) und Tyler Farrar (Garmin) aus den USA durch. Quintana kam mit dem Hauptfeld ins Ziel.

Aus deutscher Sicht wusste vor allem Marcel Kittel zu überzeugen. Der Mann vom Team Giant konnte zum Auftakt des Giros zwei Sprintetappen in Nordirland und Irland in überzeugender Art und Weise gewinnen und schlüpfte zwischenzeitlich in das Rote Trikot des besten Sprinters. Vor der 4. Etappe stieg der 26-Jährige jedoch aufgrund von Fieber aus. Nun ist die volle Konzentration auf die Tour de France gerichtet, die vom 5. bis 29. Juli ausgetragen wird.