Radsport: Froome sichert sich Gesamtsieg bei Tour de Romandie


Christopher Froome gewinnt Tour de Romandie

Der britische Radprofi Christopher Froome hat sich den Gesamtsieg bei der Tour de Romandie gesichert. Dabei konnte der 28-Jährige auch das abschließende Zeitfahren über 18,8 Kilometer für sich entscheiden und verdrängte den Slowenen Simon Spilak somit noch von der Spitzenposition. Der deutsche Zeitfahr-Spezialist musste sich am Sonntag auf der anspruchsvollen Strecke mit dem 2. Platz begnügen.

Christopher Froome konnte seinen Vorjahressieg bei der Tour de Romandie in diesem Jahr erfolgreich wiederholen. Die Entscheidung fiel jedoch erst beim abschließenden Zeitfahren, in dem der Fahrer vom Team Sky mit 24:50 Minuten die Bestzeit setzte.

Das ist insofern bemerkenswert, da das Leichtgewicht Froome eigentlich als Bergspezialist bekannt ist und vor allem die Zeitfahr-Hoheit höchstpersönlich, Tony Martin, Favorit auf den Sieg im Zeitfahren war. Doch das Froome die Bestzeit hinlegte, ist auch dem Umstand zu verdanken, dass die Strecke einen happigen Anstieg enthielt. Zudem unterlief Martin, der am Ende einen minimalen Rückstand von 0,87 Sekunden hatte, ein Fahrfehler: „Es ist etwas anderes, wenn man ein Rennen mit 15 Sekunden verliert und sagen kann: Der Gegner war heute stärker. Aber dieses Mal habe ich mich selbst um den Sieg gebracht“, ließ der Fahrer vom Team QuickStep via Facebook wissen.

Vor dem Schlusstag der Tour de Romandie hatte Christopher Froome in der Gesamtwertung einen Rückstand von 1 Sekunde auf den führenden Slowenen Simon Spilak. Diese holte der Sky-Profi aber beim Zeitfahren spielend auf und verwies den Fahrer vom Katjuscha-Team mit 28 Sekunden auf den 2. Platz. Rui Costa aus Portugal landete mit einem Rückstand von 1:32 Minuten in der Gesamtwertung auf Rang 3. Schon im letzten Jahr belegten Froome, Spilak und Costa die Plätze auf dem Podium. Bester Deutscher in der Gesamtwertung wurde Dominik Nerz auf dem 36. Platz (+ 15:22 Minuten).

Froome setzt bei Italien-Rundfahrt aus

„Es war ein wirklich guter Test für mich, und ich bin sehr glücklich über das Resultat. Es ist ein wirklich gutes Gefühl, wieder im Gelben Trikot zu sein“, erklärte Christopher Froome nach seinem Triumph in der Schweiz. Zuletzt hatte Froome gesundheitliche Beschwerden und musste wegen einer leichten Bronchitis seinen Start bei Lüttich-Bastogne-Lüttich absagen und bereits zuvor aufgrund von Rückenproblemen auf einige Rennen verzichten.

Vor dem am kommenden Freitag beginnenden Giro war die Tour de Romandie der letzte wichtige Test für die Rad-Profis. Froome hat sich jedoch gegen einen Start bei der Italien-Rundfahrt entschieden und will sich stattdessen voll auf seine Titelverteidigung bei der Tour de France konzentrieren.