Olympiade Sotschi: Rebensburg Bronze - DSV-Adler mit Teamgold


DSV-Adler holen Gold - Rebensburg mit Bronze

Auch fünf Tage vor dem Ende der Olympischen Winterspiele in Sotschi führt Deutschland den Medaillenspiegel an. Insgesamt haben die deutschen Athleten achtmal Gold, dreimal Silber und viermal Bronze gewonnen. Die bislang letzte deutsche Gold-Medaille sicherten sich die deutschen Skispringer im Team-Wettbewerb.

Nach 1994 und 2002 standen die DSV-Adler mit der Besetzung Andreas Wank, Marinus Kraus, Andreas Wellinger und Severin Freund zum dritten Mal in der Olympia-Geschichte ganz oben auf dem Treppchen. Mit 1041,1 Punkten verwies das deutsche Team in Krasnaja Poljana das Quartett aus Österreich um Gregor Schlierenzauer mit 2,7 Zählern Vorsprung auf Rang zwei. Dritter wurden die Springer aus Japan mit 1024,9 Punkten und damit schon etwas größerem Abstand.

Bundestrainer Werner Schuster, der nach der Vierschanzentournee noch unzufrieden mit seinen Springern war, zeigte sich nach dem Triumph in Sotschi im Interview mit der ARD überglücklich: "Ich bin stolz auf das ganze Team. Wir haben viele Durststrecken überstanden. Es sind viele Mosaiksteine zusammengekommen, dass wir so einen Triumph feiern konnten.“

Mitentscheidend für den Gewinn der Goldmedaille war Schusters Entscheidung, den formschwachen Richard Freitag durch Wank zu ersetzen, der mit ordentlichen Sprüngen über 132 und 128 Meter die Erwartungen erfüllte. Herausragender DSV-Adler war allerdings abermals Kraus, der zwei Tage zuvor von der Großchance im Einzelspringen schon über bemerkenswerte 140 Meter gesprungen war, und nun mit 136 und 134,5 Metern ebenfalls bemerkenswerte Weiten erzielte.

Rebensburg im “nassesten Riesenslalom aller Zeiten“ Dritter

Freuen durfte sich am Dienstag auch Viktoria Rebensburg, die sich beim olympischen Riesenslalom im zweiten Durchgang noch auf den dritten Platz verbesserte und nach ihrem Gold-Coup im Jahr 2010 nun zumindest Bronze holte. Während Maria Höfl-Riesch ihren Start erkältungsbedingt absagte, ließ sich Rebensburg auch vom heftigen Regen beim wohl nassesten Skirennen der Olympia-Geschichte nicht aus dem Konzept bringen und war anschließend “fast genauso glücklich“ wie vier Jahre zuvor.

Gold holte sich am Ende die slowenische Abfahrts-Olympiasiegerin Tina Maze vor der Super-G-Olympiasiegerin Anna Fenninger aus Österreich.