Olympiade Sotschi: Kanada holt Gold im Eishockey


Kanada holtim Eisholckey Gold in Sotschi

Vier Jahre nach dem Gewinn des olympischen Eishockey-Turniers im heimischen Vancouver hat sich kanadische Nationalmannschaft auch in Sotschi die Gold-Medaille gesichert. Im Finale gegen Schweden ließ die Eishockey-Supermacht nichts anbrennen und fuhr einen nie wirklich gefährdeten 3:0-Erfolg ein.

Bereits nach 13 Minuten brachte Jonathan Toews Kanada mit 1:0 in Führung, und als der derzeit vielleicht beste Eishockey-Spieler der Welt, Sidney Crosby, mit einer herrlichen Einzelaktion in der 36. Minute Schwedens Schlussmann Henrik Lundqvist in der 36. Minute keine Chance ließ, war die Vorentscheidung schon gefallen.

Die letzten Zweifel am kanadischen Sieg beseitigte schließlich Chris Kunitz mit seinem Treffer zum 3:0-Endstand zehn Minuten vor Schluss.

In der Olympia-Geschichte liegt Kanada mit nun neun Siegen alleine auf dem ersten Platz und hat die russische Auswahl, die achtmal Gold gewonnen hatte, hinter sich gelassen. Das russische Team, das sich große Hoffnungen darauf gemacht hatte, am letzten Tag der Olympischen Winterspiele Eishockey-Gold feiern zu können, war zuvor bereits im Viertelfinale an Finnland gescheitert.

Die Schweden, die Russland-Bezwinger Finnland im Halbfinale mit 2:1 eliminiert hatten, mussten im Endspiel kurzfristig ohne den gegen die Finnen noch überragenden Nicklas Bäckström verzichten. Erst nach dem Spiel wurde der traurige Grund dafür bekannt: der 26 Jahre alte Center der Washington Capitals aus der NHL wurde dem Vernehmen nach positiv auf das Dopingpräparat Pseudo-Ephedrin getestet und durfte seinem Team daher nicht mehr helfen.

Finnland sichert sich Bronze

Den dritten Platz sicherte sich im kleinen Finale von Sotschi etwas überraschend Finnland gegen eine völlig enttäuschende Auswahl der USA, der es nach der bitteren 0:1-Halbfinalpleite gegen Kanada offenbar an der Motivation für das Spiel um Platz drei fehlte. Jossi Jokinen (22.), Juuso Hietanen (47.) und Olli Määtä (54.) sowie zweimal der bereits 43 Jahre alte Teemu Selänne (22., 50.) erzielten die Tore für die Finnen, die sich Bronze redlich verdienten. Für die USA, die vor vier Jahren in Vancouver das Finale verloren hatten, endete ein mit großen Hoffnungen begonnenes Turnier richtig enttäuschend.