DTM: Martin feiert Sieg in Moskau - Rockenfeller geht leer aus


Martin feiert Sieg in Moskau

Während sich BMW-Pilot Maxime Martin über seinen ersten DTM-Erfolg freuen darf, muss der amtierende Champion Mike Rockenfeller ein bitteres Rennen in Russland verkraften. Nach einem selbst verschuldeten Ausfall sind die Aussichten auf eine erfolgreiche Titelverteidigung des deutschen Audi-Piloten stark gesunken.

Der fünfte Saisonlauf der DTM brachte einen Sieg-Debütanten zum Vorschein: Maxime Martin behielt bei heißen Temperaturen jenseits der 30 Grad auf dem Rundkurs in Wolokolamsk nahe Moskau einen kühlen Kopf und verbuchte seinen ersten Sieg in der DTM.

 

„Das war ein perfekter Tag. Erster Sieg im fünften Rennen – super“, sagte ein freudestrahlender Martin in der „ARD“, der zugleich auch den ersten Erfolg eines Belgiers perfekt machte. Den 2. Platz sicherte sich Martins Markenkollege und Ex-Meister Bruno Spengler aus Kanada, während der schwedische DTM-Routinier Mattias Ekström Dritter wurde. Timo Glock schnupperte dagegen lange Zeit am Podestplatz, wurde aber in den letzten Runden in seinem BMW noch von Rang drei auf den 6. Platz durchgereicht. Christian Vietoris war hingegen als Siebenter bester Mercedes-Pilot.

In der Gesamtwertung hat Marco Wittmann (BMW), der auf dem Moscow Raceway als Vierter ins Ziel kam, seinen Spitzenplatz verteidigt und hat nun 70 Punkte auf dem Konto. Dahinter folgt Ekström mit einem Rückstand von 20 Zählern auf dem 2. Platz.

Für Mike Rockenfeller ist eine Titelverteidigung dagegen in weite Ferne gerückt. Der deutsche Audi-Fahrer leistete sich einen unnötigen Fehler und schied vorzeitig aus. Denn nach einer Safety Car-Phase fuhr der Audi-Pilot beim Restart in das Heck von Adrien Tambay und nahm sich somit selbst aus dem Rennen. „Das ist sehr, sehr schade. Wir hätten hier noch richtig nach vorne kommen können. Es wird jetzt richtig schwer mit der Meisterschaft, wenn wir heute ohne Punkte heimfahren“, erklärte Rockenfellers Teamchef Ernst Moser. Wahre Worte, denn sein Schützling hat jetzt mit 35 Punkten schon einen beachtlichen Rückstand auf den Führenden Wittmann.

Packendes Herzschlagfinale um 3. Platz

Deutlich besser verlief das Rennen dagegen für Maxime Martin. Der Belgier verteidigte seine erste Pole Position erfolgreich am Start und gab die Platzierung nicht mehr ab. Zum Ende des Rennens entwickelte sich ein packendes Duell um den 3. Platz, welches in einem echten Herzschlagfinale endete. Wittmann und Ekström kämpften auf den letzten Metern erbittert um den letzten Podestplatz mit dem besseren Ende für den Schweden. Denn Ekström kam mit einem denkbar knappen Vorsprung von lediglich 0,1 Sekunden vor Wittmann ins Ziel.