DTM: Robert Wickens siegt überraschend am Norisring


Wickens gewinnt am Norisring

Mercedes-Pilot Robert Wickens hat überraschend den vierten Saisonlauf der DTM in Nürnberg gewonnen. Auf dem Norisring feierte der Kanadier einen souveränen Start-Ziel-Sieg und krönte damit ein starkes Rennwochenende der Sternfahrer. In einem von Regen geprägten Rennen landeten die beiden Audi-Piloten Jamie Green und Mattias Ekström auf den Plätzen zwei und drei.

Durch den Triumph von Wickens hat Mercedes seine beeindruckende Siegesserie auf dem einzigen Stadtkurs im DTM-Rennkalender weiter ausgebaut, auf dem die Schwaben seit 2003 immer gewonnen haben. „Das ist fantastisch“, jubelte Wickens via Funk nach der Zieleinfahrt.

 

Doch nach dem Mercedes in den letzten Wochen und Monaten der Konkurrenz mehr oder weniger hinterherfuhr, ordnete der 25-Jährige seinen Sieg auch gleich richtig ein: „Am Norisring sind wir immer ganz gut, wir wissen aber selber nicht, wo genau wir stehen. Ob wir einen Sprung nach vorne gemacht haben, muss sich noch zeigen.“

In der Gesamtwertung führt weiter Marco Wittmann, der auf dem Norisring als bester BMW-Pilot auf dem 7. Platz landete und nun 56 Punkte auf dem Konto hat. Ärgster Verfolger ist Edoardo Mortara (39 Punkte) auf Rang zwei, der beim Rennen am Sonntag Vierter wurde. Titelverteidiger Mike Rockenfeller musste sich auf dem Nürburgring mit dem 9. Platz begnügen und fiel in der Gesamtwertung auf den 5. Platz zurück.

Mercedes überzeugte schon in der Qualifikation, bei der gleich fünf Mercedes C-Coupes unter den besten Sechs waren. Zudem spielte der Regen während des Rennens dem schwäbischen Rennstall in die Karte, zumal der Start aufgrund der nassen Witterung durch das Safety Car erfolgte und erst nach der dritten Runde freigegeben wurde. Somit war die Gefahr gering, das Robert Wickens seine Pole Position sofort wieder verlieren würde.

Wittmann nur Fünfter

Zu Beginn des Rennens war Maxim Martin als Fünfter bester BWM, während dessen Teamkollege Wittmann auf seinem Heimatparcours kaum attackieren konnte und dafür hauptsächlich seinen Verbleib in den den Top Ten sichern wollte, um ein paar Pünktchen zu ergattern. Denn getreu dem neuen Regelwerk waren die BMW-Boliden mit Zusatzgewichten unterwegs und somit schwerer als die Konkurrenz.

Nachdem die Idealspur auf dem Norisring im Rennverlauf immer trockener wurde, wechselten die Teams nach 50 Runden mehr und mehr von Regenreifen auf die weichen Pneus. Der führende Wickens wartete mit seinem Reifenwechsel am längsten, was sich als richtige Entscheidung herausstellte. Mehr als 30 Sekunden betrug sein Vorsprung auf seinen Markenkollegen Christian Vietoris, der kurz vor Schluss aufgrund eines sich lösenden Reifens das Rennen beenden musste und somit einen Mercedes-Doppelsieg verhinderte.