DTM: Wickens feiert Sieg am Nürburgring


Robert Wickens siegt beim DTM-Rennen am Nürburgring

In einem chaotischen und spektakulären Rennen auf dem Nürburgring hat Robert Wickens seinen ersten DTM-Sieg gefeiert. Aber auch beim vierten Mike Rockenfeller war die Freude groß, konnte doch der Audi-Pilot seinen Vorsprung in der Gesamtwertung weiter ausbauen und einen großen Schritt Richtung DTM-Titel machen.

Im siebten Saisonrennen der Deutschen Tourenwagen-Masters startete Wickens vom siebten Platz und konnte sich bei typisch unberechenbarem Eifel-Wetter mit starken Überholmanövern bis an die Spitze des Feldes vorkämpfen.

So überquerte der Mercedes-Benz-Pilot nach der maximalen Renndauer von 75 Minuten und nur 47 statt der geplanten 49 Runden als Erster die Start-Ziel-Linie. „Es war ein unglaubliches und verrücktes Rennen. Unsere Boxenstopps und die Reifenwahl waren perfekt, mein Team hat tolle Arbeit geleistet. Ich bin überglücklich über meinen ersten Sieg in der DTM“, jubelte Robert Wickens nach seinem Erfolg. Auf dem zweiten Platz landete BMW-Pilot Augusto Farfus aus Brasilien. Christian Vietoris komplettierte als Dritter das Podest, wobei sich der Deutsche im DTM Mercedes AMG C-Coupe in der Gesamtwertung auf den zweiten Platz vorarbeitete.

Neben Wickens, der nach seinem Sieg auf dem Nürburgring Dritter im Ranking ist, darf sich vor allem Rockenfeller als Gewinner fühlen. Für den vierten Platz heimste der Audi-Pilot zwölf Punkte ein und hat jetzt insgesamt 106 Zähler auf dem Konto. Sein Vorsprung beträgt satte 35 Punkte, sodass ihm der erste DTM-Titel seiner Karriere bei noch drei verbleibenden Rennen kaum noch zu nehmen ist.

Rockenfeller vor Gewinn des ersten DTM-Titels

Zumal seine bis dahin ärgsten Verfolger patzten und keine Punkte sammeln konnten. Titelverteidiger Bruno Spengler im BMW landet beim Rennen in der Eifel auf Rang 14, während es für Mercedes-Pilot Gary Paffett nach falscher Reifenstrategie am Ende nur für Platz 17 reichte.

Dabei verlief der Rennauftakt für Mike Rockenfeller alles andere als optimal, da er nach einem unverschuldeten Ausritt auf den 20. Platz durchgereicht wurde. Doch bei der anschließenden Safety-Car-Phase reagierte sein Phoenix Racing-Team am schnellsten und der Deutsche wechselte als erster Fahrer im Feld auf Regenreifen. Denn nahezu mit dem Start setzte der Regen ein und keiner der Piloten hatte die passenden Pneus aufgezogen. In Runde 6 grüßte Rockenfeller sogar von der Spitzenposition, die er erst kurz vor Schluss und nach seinem zweiten Pflicht-Boxenstopp einbüßte.

„Mein Team hat einen Mega-Job gemacht, die Strategie war perfekt. Aber an die Meisterschaft denke ich noch nicht, man hat heute gesehen, wie schnell sich alles ändern kann“, erklärte der souveräne Spitzenreiter der DTM.