DTM: Mike Rockenfeller siegt bei Premiere in Russland vor Ekström


Rockenfeller vor Ekström in Russland bei DTM Rennen

Erstmals in der Geschichte der DTM wurde am Sonntag ein Rennen in Russland auf dem rund 80 Kilometer nordwestlich von der Hauptstadt gelegenen Moscow Raceway ausgetragen. Dabei sicherte sich bei hochsommerlichen Temperaturen um die 30 Grad der in der Gesamtwertung führende Mike Rockefeller im Audi vor seinem Teamkollegen Mattias Ekström den zweiten Saisonsieg und verbesserte damit zugleich seine Chancen auf den Titel beträchtlich.

Rockenfeller liegt nun nach sechs von zehn Rennen mit insgesamt 94 Punkten schon 27 Zähler vor dem kanadischen Titelverteidiger Bruno Spengler, der im BMW ein völlig enttäuschendes Rennen hinlegte und sich mit Rang 19 begnügen musste. Wenig verwunderlich daher, dass Rockenfeller in der “ARD“ ein zufriedenes Fazit zog: „Wenn man Meister werden will, muss man viele Punkte holen, von dem her war das hier ein großer Schritt.“

Dritter hinter den beiden Audis wurde der Brasilianer Augusto Farfus im BMW vor dem jungen Franzosen Adrien Tambay, einem weiteren Audi-Piloten, der seine ersten Punkte überhaupt in dieser Saison einfahren konnte. Mit dem fünften Platz rettete Gary Paffett die Ehre von Mercedes zumindest noch halbwegs, Jamie Green als Sechster wieder für Audi punktete.

Wladimir Putin sorgt für Abbruch der Qualifikation

Für eine Kuriosität hatte bereits am Tag vor dem Rennen der russische Präsident Wladimir Putin gesorgt. Weil Putin mit seiner Präsidentenmaschine kurze Zeit später die Rennstrecke überflog, war der Luftraum für den Rettungshubschrauber am Moscow Raceway gesperrt, weshalb die Verantwortlichen sich dazu entschieden, den vierten Teil des Qualifyings zu streichen. Dem Reglement zufolge gilt in diesem Fall die Platzierung nach dem dritten Teil der Qualifikation.

Profiteur des Abbruchs der Qualifikation war der spätere Sieger Rockenfeller, der sich nach den ersten drei Teilen der Qualifikation die Pole Position gesichert hatte. Alles andere als erfreut waren derweil die Konkurrenten Ekström und Spengler, die sich ihrerseits noch Hoffnung gemacht hatten, von Platz eins starten zu können.