ISTAF Indoor: Vier deutsche Siege - Harting nur Vierter


Alles zum ersten ISTAF Indoor in der O2 World Berlin

Beim ersten ISTAF Indoor in Berlin traf sich die Weltelite der Leichtathletik zum Kräftemessen in der O2 World Berlin. Für die knapp 11.000 Zuschauer hat sich das Kommen gelohnt, gab es doch vier deutsche Siege zu bejubeln. Für Diskuswerfer Robert Harting verlief das Indoor-Event dagegen nicht so erfolgreich.

Kugelstoßer David Storl war neben Lokalmatador Robert Harting einer der Zugpferde für das ISTAF Indoor und der Doppel-Weltmeister konnte seine Siegesserie ausbauen. Gleich im ersten Versuch stieß der Chemnitzer die Kugel auf die Siegerweite von 21,20 Meter. Bei seinen folgenden Versuchen wurde Storl von einer leichten Knieverletzung ein bisschen gehandicapt, sodass ihm keine Steigerung mehr gelang.

„Ich hatte im vierten Versuch ein paar technische Probleme und habe mir das Knie etwas wehgetan. Außerdem war ich nach dem vielen Training doch ein wenige müde. Deshalb ist es heute nicht noch weiter gegangen“, erklärte Storl, der nun zum sechsten Mal in dieser Hallensaison die 21-Meter-Marke überwinden konnte. Mit diesem Erfolg ist Storl bei der Hallen-WM im polnischen Sopot am kommenden Wochenende der Top-Favorit.

Im Stabhochsprung konnte auch Malte Mohr ein Ausrufezeichen setzen und sprang mit 5,90 Meter nicht nur eine persönliche Hallen-Bestleistung, sondern zugleich auch deutsche Jahresbestleistung. Der 27-Jährige versuchte danach mit 6,01 Metern einen neuen deutschen Hallenrekord aufzustellen, scheiterte aber. Nichtsdestotrotz ist der Sieg im ISTAF Indoor für Mohr natürlich eine gelungene WM-Generalprobe. Hinter Mohr landeten der Tscheche Jan Kudlicka (5,70 m) und Konstadions Filippidis (5,70 m) aus Griechenland auf dem 2. und 3. Platz.

Veran Sailer Erste - Robert Harting Vierter

Sprinterin Veran Sailer stellte ebenfalls eine deutsche Jahresbestleistung auf und überquerte die Ziellinie nach 7,12 Sekunden die Ziellinie nach dem 60-Meter-Sprint als Erste. Damit hat die sechsmalige deutsche Hallen-Meisterin ihre persönliche Bestleistung um 0,02 Sekunden verbessert. Sailer zeigte sich vom ISTAF Indoor-Event, bei dem viel Wert auf Show-Effekte gelegt wurde, genau wie die anderen Athleten hellauf begeistert. „Es ist so geil hier. Die Leichtathletik braucht so etwas.“ Hinter Sailer landeten Tahesia Harrigan Scott von der Elfenbeinküste (7,17 sec.) und die Deutsche Tatjana Pinton (7,29 sec.) auf dem Podest.

Zum krönenden Abschluss waren die Diskuswerfer an der Reihe, für die die Bühne in der O2 World Berlin nach einer Pause umgebaut und die Zuschauer durch extra angebrachte Netze geschützt wurden. Olympiasieger Robert Harting (62,20 m) musste sich aber am Ende mit dem 4. Platz zufriedengeben. Den Sieg sicherte sich Martin Wierig, der den Diskus auf 64,82 Meter schleuderte. Auf dem 2. Rang landete der Pole Piotr Malachowski (63.73 m).