DM-Leichtathletik: Favoriten präsentieren sich souverän


Bericht über die Hallen-DM in Leipzig

Während im fernen Sotschi die Olympischen Winterspiele am heutigen zu Ende gingen, wirft bereits die Leichtathletik-Saison ihren Schatten voraus. In der ausverkauften Arena Leipzig fanden heute auch die Deutschen Meisterschaft in der Halle statt, wobei sich die deutschen Top-Athleten gut gerüstet für die Hallen-Weltmeisterschaft vom 7. bis 9. März im polnischen Sopot präsentierten.

Zugleich konnten einige WM-Kandidaten ihre letzte Chance nutzen und das Ticket für Sopot lösen. Insbesondere im Kugelstoßen darf man sich aus deutscher Sicht Hoffnung auf eine Medaille machen.

 

Der amtierende Weltmeister David Storl blieb mit 21,22 Metern zwar 15 Zentimeter unter der Weltjahresbestleistung des US-Amerikaners Ryan Whiting, doch konnte der Chemnitzer für sich in Anspruch nehmen, wegen Rückenproblemen nicht voll belastbar gewesen zu sein. Bis zur WM glaubt Storl aber, wieder in Top-Verfassung zu sein.

Derweil hat sich Kugelstoßerin Christina Schwanitz, die aktuell die Weltjahresbestleistung hält, in guter Form gezeigt und muss zu den Favoriten bei der WM gezählt werden. Gleiches gilt im Hürdenlauf über 60 Meter für Nadine Hildebrand, die ebenfalls den Top-Wert des noch jungen Jahres hält, sowie die Stabhochspringerin Silke Spiegelburg, die bei der Hallen-DM in Leipzig nur am Anfang Probleme hatte und schließlich ihrer Favoritenrolle wurde.

17 deutsche Athleten schaffen WM-Norm - WM-Hoffnung Jungfleisch

Nachdem schon vor den Deutschen Meisterschaften 13 Athleten des Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) in ihrer Disziplin die WM-Norm erreicht hatten, schafften bereits am ersten Tag in Leipzig vier weitere Sportler die Hürden, sodass das von DLV-Sportdirektor Thomas Kurschilgen ausgegebene Ziel, “15 Athleten plus x“ nach Sopot schicken zu wollen, locker erfüllt wurde.

So sicherten sich Esther Cramer über 400 Meter, Cindy Roleder über 60 Meter Hürden, Christian Blum über 60 Meter und Lucas Jakubczyk im Weitsprung ihr WM-Ticket, wohingegen der ehemalige Weitsprung-Europameister Christian Reif die Norm deutlich verfehlte.

Eine der größten deutschen WM-Hoffnungen ist die Hochspringerin Marie-Laurence Jungfleisch aus Tübingen, die zum dritten Mal den deutschen Hallentitel im Hochsprung gewonnen hat, und mit einer persönlichen Bestleistung von 1,97 Metern auch in Sopot zum Favoritenkreis zählt.