Handball: Kiel & Flensburg Champions League Final Four


Kiel und Flensburg imChampions League Final Four

Im Halbfinale des Final Four Turniers der Champions League in Köln kommt es zu keinem deutschen Spiel. Während die SG Flensburg-Handewitt mit dem FC Barcelona ein ganz schwerer Brocken erwartet, misst sich der THW Kiel mit dem ungarischen Vertreter MKB Veszprem.

Für den Kieler Christian Zeitz ein besonderes Duell, wird er doch die Zebras zum Saisonende Richtung Veszprem verlassen. Am gestrigen Dienstag wurden die Halbfinalpaarungen der Champions League im Handball ausgelost und vorerst wird es im Final Four kein deutsches Duell geben.

 

Der deutsche Rekordmeister THW Kiel trifft auf den Final Four-Debütanten und ungarischen Meister MKB Veszprem, während sich die SG Flensburg-Handewitt mit dem Starensemble des FC Barcelona messen muss.

SG-Geschäftsführer Dierk Schmäschke ist sich der schweren Aufgabe bewusst: „Der FC Barcelona hat eines der stärksten Teams der Welt, und es ist eine sehr große Aufgabe. Aber wenn man zum Final Four fährt, dann will man dort auch gewinnen.“ Ähnlich zurückhaltend gibt sich auch THW-Trainer Alfred Gislason und backt lieber kleine Brötchen: „Angesichts der Spieler, die uns vor der Saison verlassen haben, ist es toll, dass wir uns qualifiziert haben. Aber Favorit sind wir wahrlich nicht.“

Die Begegnungen im Halbfinale finden am 31. Mai statt, während das Finale und Spiel um Platz drei am Folgetag, dem 1. Juni, über die Bühne gehen.

Zeitz mit Kiel auf Abschiedstour

Nach elf Jahren beim THW Kiel wird Rückraumspieler Christian Zeitz den Klub nach der Saison in Richtung Ungarn verlassen, wo er beim Meister und Champions-League-Gegner MKB Veszprem anheuern wird. Auch wenn Zeitz mit den Zebras schon etliche Titel einheimsen konnte, will er sich mit einem weiteren Triumph in diesem Jahr verabschieden. Chancen gibt es in der Bundesliga, wo man punktgleich mit den Rhein-Neckar Löwen auf Platz eins liegt, und eben in der Champions League.

Ausgerechnet dort trifft Zeitz auf seinen zukünftigen Arbeitgeber, der sich von dieser Konstellation aber nicht beeinflussen lässt: „Solange ich in Kiel bin, werde ich alles für diesen Verein machen. Ich habe noch einiges mit dem THW vor.“ Seit 2003 trägt der ehemalige Nationalspieler ununterbrochen das Dress der Kieler. Nach dieser Saison werden sich die Wege aber trennen, wobei der 33-jährige Publikumsliebling mit sieben Meistertiteln und drei Champions-League-Siegen zu den erfolgreichsten Kielern aller Zeiten zählt. „Aber Wehmut kommt noch nicht auf“, ergänzte der Rückraumspieler. Die dürfte Zeitz aber wohl am hoffentlich erfolgreichen Saisonende ergreifen.

 

Bildquelle

By Kuebi = Armin Kübelbeck [CC BY 3.0], via Wikimedia Commons (Bild bearbeitet)