Handball: Deutschland ist Europameister! DHB-Team fertig Spanien ab


Starker Rückhalt: DHB-Keeper Andreas Wolff führte Deutschland zum EM-Titel

Dem DHB-Team ist bei der Handball-EM in Polen der ganz große Wurf gelungen und die Mannen von Bundestrainer Dagur Sigurdsson haben sich völlig überraschend, aber umso verdienter zum Europameister gekürt. Im Finale erteilte die junge deutsche Sieben dem Favoriten aus Spanien eine Lektion und setzte sich souverän mit 24:17 (10:6). Garant für den Erfolg war allen voran Keeper Andreas Wolff sowie die deutsche Abwehr, die einen Rekord aufstellte!

Es ist wohl die größtmögliche Sensation im Handball: Deutschland ist trotz großer Verletzungssorgen und dem Fehlen etlicher Stars wie Uwe Gensheimer, Steffen Weinhold oder Christian Dissinger Europameister geworden.

 

Die Jungspunde der DHB-Auswahl, die die jüngste Turniermannschaft stellten, krönte ihre überragende Turnierleistung mit einem 24:17-Triumph im Finale in Krakau und holten sich nach 2004 zum zweiten Mal EM-Gold. Nie zuvor hat eine Mannschaft weniger Gegentore in einem EM-Finale kassiert! Zu Beginn der Handball-EM hatte niemand einen Pfifferling auf Deutschland gesetzt, umso größer die Überraschung des jungen Teams. Sportwetten mit Angebotscodes hätten in dem Fall sicherlich einiges herausspringen lassen, wenn man mutig genug gewesen wäre und auf das DHB-Team gesetzt hätte.

Dem großen Favoriten aus Spanien, gegen die man noch das Auftaktspiel verloren hat (29:32), verpasste Deutschland eine Lehrstunde und hat sich darüber hinaus auch für die Olympischen Spieler im Sommer in Rio qualifiziert.

„Das war eine unglaublich Leistung, gerade in der Abwehr. Diese Mannschaft hat Geschichte geschrieben. Dagur Sigurdsson hat den Löwenanteil an diesem Titel, weil er die Mannschaft immer wieder auf den Punkt vorbereitet hat“, freute sich DHB-Vizepräsident Bob Hanning nach dem Spiel in der „ARD“.

Doch nicht nur die Abwehrleistung verdiente sich ein Sonderlob. Denn in der Offensive avancierte erneut Nachrücker Kai Häfner mit sieben Toren zum Matchwinner. Schon beim knappen Halbfinal-Sieg über Norwegen (34:33 n.V.) war der Hannoveraner mit seinem siegbringenden Treffer Sekunden vor Schluss der entscheidende Mann. Doch im Finale gegen Spanien ging es bei weitem nicht so spannend zur Sache.

Deutschland erwischte in der Tauron Arena einen glänzenden Start und lag nach zehn Minuten mit 5:1 in Front. Die Iberer scheiterten immer wieder am starken und schier unüberwindbaren Defensivbollwerk des DHB-Teams. Bezeichnend: Erst in der 12. Minute erzielten die immer ratloser wirkenden Spanier ihr erstes Tor aus dem Feld! Die Iberer, die weiter auf ihren ersten EM-Titel warten müssen, konnten sich bei ihrem Torwart Arpad Sterbik bedanken, dass Deutschland zur Halbzeit „nur“ mit 10:6 führte.

Keeper Wolff mutiert zur unüberwindbaren Hürde

Im zweiten Durchgang änderte sich nicht viel am Spielgeschehen. Die deutschen Handballer bewiesen großes Kämpferherz und erstickten alle spanischen Versuche zur Aufholjagd durch ihre überragende Abwehrleistung frühzeitig im Keim. Und wenn ein Wurf durchkam, war auf Andreas Wolff verlass, der zu einer fast unüberwindbaren Hürde mutierte. Am Ende parierte der Keeper vom Handball Bundesligisten HSG Wetzlar unfassbare 48 Prozent aller Würfe!

Mit fortlaufender Spieldauer sank auf Seiten der Spanier das Selbstvertrauen und auch der Glaube, das Spiel noch drehen zu können. Als der ebenfalls stark aufspielende Hendrik Pekeler in der 52. Minute zum 20:13 traf, war die Vorentscheidung im Handball EM-Finale Deutschland Spanien gefallen.

Das DHB-Team genoss im Gefühl des sicheren Sieges die letzten Minuten, während die Ersatzspieler an der Seitenlinie frühzeitig tanzten und die deutschen Fans stimmgewaltig feierten!

 

Bildquelle

By Kuebi = Armin Kübelbeck [CC BY 3.0], via Wikimedia Commons (Bild bearbeitet)

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