Handball-WM: Deutschland steht im Achtelfinale


DHB-Team im Achtelfinale bei Handball-WM in Katar

Das WM-Märchen der DHB-Auswahl in Katar geht weiter: Mit dem 28:23-Sieg über Argentinien feierten die deutschen Handballer ihren dritten Sieg im vierten Gruppenspiel und haben somit das Ticket für das Achtelfinale gelöst. Nun will die Sigurdsson-Truppe den Gruppensieg perfekt machen und steht hierfür vor einer Pflichtaufgabe.

„Ich ziehe den Hut vor meinen Jungs. Das war ein hartes Stück Arbeit“, fand Sigurdsson lobende Worte für seine Spieler nach dem hart erkämpften Sieg gegen Argentinien. Vor allem im ersten Durchgang hielten die Gauchos ordentlich mit und gingen mit einer knappen 14:13-Führung in die Kabine.

 

Dabei war vor allem auf Torwart Carsten Lichtlein Verlass, der mit starken Paraden einige Gegentreffer verhinderte und insgesamt 39 Prozent der Würfe abwehrte – ein überragender Wert.

Doch war die 1. Halbzeit noch so ausgeglichen und eng, bekamen die Zuschauer im zweiten Durchgang eine stark auftrumpfende DHB-Auswahl zu sehen, die die Südamerikaner am Ende förmlich überrannte und auseinandernahm. Zwar lagen die Argentinier in der 41. Minute mit 19:18 vorn, doch dann drehte Deutschland richtig auf. Martin Strobel und Patrick Groetzki sorgte für die 22:19-Führung und hinten avancierte Lichtlein mehr und mehr zum Matchwinner, der fast jeden zweiten Angriff der Argentinier entschärfen konnte. Die Gauchos warfen noch einmal alles in die Waagschale, doch es fehlte die Kraft und Deutschland hat am Ende leichtes Spiel, den 28:23-Erfolg einzutüten.

Bester Werfer aufseiten der Deutschen war Rechtsaußen Groetzki, der insgesamt sieben Tore verbuchte. Mann des Spiels war aber zweifelsohne Torwart Lichtlein, der auch zwei Siebenmeter parierte und darüber hinaus das Offensivspiel mit seinen schnellen und präzisen Pässen beflügelte. Nach dem Erfolg und dem damit verbundenen Einzug ins Achtelfinale der Handball-WM sagte der 34-Jährige: „Das hat uns vor der WM keiner zugetraut.“

Deutschland vor dem Gruppensieg

Immerhin ist Deutschland nur aufgrund einer Wildcard des IHF am Start. Mit einem Sieg im letzten Gruppenspiel am Samstag gegen den krassen Außenseiter Saudi Arabien würde die Sigurdsson-Auswahl sogar als Gruppensieger weiterkommen und sich eine hervorragende Ausgangsposition sichern.

In der Gruppe D lauern Dänemark und Polen (beide 6:2 Punkte), die ebenfalls in die Runde der letzten 32 einzogen, auf einen Ausrutscher von Spitzenreiter Deutschland (7:1 Punkte) am letzten Gruppenspieltag. Sollte sich die DHB-Auswahl den Gruppensieg sichern, würde es im Achtelfinale gegen den Vierten der Gruppe C gehen. „Uns erwartet auf jeden Fall ein ganz schweres Los. Am letzten Gruppenspieltag spielt Ägypten gegen Island, da wird wahrscheinlich unser Gegner ermittelt. Aber wir gehen mit gehörigem Selbstvertrauen hinein und brauchen uns vor niemandem zu verstecken“, richtet Groetzki den Blick aufs Achtelfinale.

 

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By Armin Kuebelbeck [CC BY 3.0], via Wikimedia Commons (Bild bearbeitet)