Golf: Europa besiegt USA und sichert sich den Ryder Cup


Europa gewinnt Ryder Cup 2014

Anders als beim letzten Sieg der Europäer, als man mit einem Rückstand in den letzten Spieltag des Ryder Cup ging, befand sich Team Europa bereits nach der Hälfte der Einzelspiele beim Ryder Cup 2014 im schottischen Gleneagles auf der Siegerstraße. Von Beginn an ließen die besten Golfer Europas um Kapitän Paul McGinley nichts mehr anbrennen und sicherten sich mit einem 16,5:11,5 zum dritten Mal in Folge den begehrten Titel im Kontinentalvergleich.

Mit einer Führung von 13,5 zu 9,5 schritt Jamie Donaldson mit einem 4-UP-Vorsprung auf Keegan Bradley die 15. Spielbahn hinab. Schon ein geteiltes Loch hätte dem Waliser zum Sieg gereicht und die Titelverteidigung Europas perfekt gemacht.

Mit einem gelungenen Eisenschlag brachte Donaldson den Ball bis auf wenige Zentimeter vor das Loch und die Amerikaner schenkten ihm den Putt. Es war vollbracht und Europa krönte sich zum dritten Mal in Folge zum Ryder-Cup-Champion.

Das amerikanische Team um US-Captain Tom Watson lag nach den Vierern mit 6:10 im Rückstand und wollte mit einer kopierten Taktik der Europäer aus dem Vorjahr die Wende herbeifügen. Mit Jordan Spieth, Patrick Reed, Rickie Fowler und Hunter Mahan setzte der Kapitän für die ersten Einzel auf vier Spieler, die bis dato mit guten Leistungen überzeugten. Doch Europas Kapitän McGinley hatte diesen Schachzug der Amerikaner kommen sehen und seinerseits mit Graeme McDowell, Henrik Stenson, Rory McIlroy und Justin Rose sein bestes Quartett entgegengestellt.

Der überragenden McIlroy ging mit tollem Beispiel voran und bezwang den US-Star Rickie Fowler mit 5&4. Somit nahm er den Amerikaner gleich zu Beginn des Tages den Wind aus den Segeln. Danach schaffte es McDowell sogar einen 3-Down-Rückstand gegen Spieth zu drehen und dämpfte mit einem 2&1 weiter die Ambitionen der USA.

Kaymer besorgt die Vorentscheidung für Europa

Auch der Deutsche Martin Kaymer erwischte einen tollen Tag und sicherte dem Team Europa mit seinem 4&2-Erfolg gegen Masters-Champion Bubba Watson einen ganz entscheidenden Punkt. Zudem sorgte Kaymer mit seinem Chip am 16. Loch für ein Highlight des Tages, als sein Ball aus sieben Metern zum Matchgewinn ins Loch fiel. „Ich habe sehr gut gespielt“, erklärte der 29-Jährige nach der Runde. „Der Chip-In hat sich wie ein Rausch angefühlt.“ Als unglaublich beschrieb Kaymer auch die Unterstützung der Fans. „Ich habe an jedem Loch eine Gänsehaut gehabt.“

Nachdem dann Donaldsons den letzten Punkt holte, dienten die restlichen Matches lediglich der Ergebniskorrektur. Auch hier gaben sich die Europäer keine Blöße und gewannen den Ryder Cup 2014 letztendlich ganz souverän mit 16,5:11,5.