Transfer Klassiker: Der Weltstar Zinédine Zidane - Zeit bei Real Madrid


Zinedine Zidane und seine Karriere

In der Geschichte der größten und bedeutendsten Transfer Klassiker darf der Wechsel von Zinédine Zidan von Juventus Turin zu Real Madrid im Jahr 2001 nicht fehlen. Hierfür gibt es gleich mehrere Gründe. Zum einen war der französische Mittelfeldspieler einer der besten Spieler aller Zeiten, zum anderen war es für lange Zeit der teuerste Transfer der Geschichte.

73,5 Millionen Euro – damals 147 Millionen D-Mark – hat Real Madrid im Jahre 2001 lockergemacht, um Zizou, so der Spitzname von Zinédine Zidan, von Juventus Turin loszueisen. Um dem damals 29-jährigen Mittelfeldstar den Wechsel zu den Königlichen schmackhafter zu machen, erhielt Zidan ein Jahresgehalt von 7,5 Millionen Euro (15 Mio. D-Mark).

Real-Präsident verkündete nach dem Rekordtransfer vollmundig: „Real ist der größte Klub aller Zeiten und muss deswegen auch die besten Spieler der Welt haben. Zidane gehört dazu, das sind wir unseren Fans schuldig.“

Der Wechsel des französischen Ballvirtuosen zu Real Madrid war bis zum Transfer von Cristiano Ronaldo im Jahre 2009 der teuerste eines Fußballspielers. Aber nicht nur finanziell, sondern auch sportlich hat sich der Wechsel für Zidane in die spanische Hauptstadt voll ausgezeichnet. Denn während die Fußball-Legende mit Juve trotz zweier Finalteilnahmen nie die Champions League gewinnen konnte, sollte sich Zidanes Traum vom Henkelpokal mit Real Madrid gleich in der ersten Saison erfüllen.

Das Finale gegen Bayer Leverkusen im Jahr 2002 wurde 2:1 gewonnen, wobei der trickreiche Spielmacher selbst einen spektakulären Treffer markierte. Im folgenden Jahr wurde Zidane auch noch zum dritten Mal zum Weltfußballer des Jahres gewählt.

Zidane mit Skandal im WM-Finale 2006

Zinédine Zidane beendete 2006 seine Karriere, die 1988 beim französischen Klub AS Cannes begann. 1992 wechselte der damals 20-Jährige für umgerechnet 7 Millionen Euro nach Girondins Bordeaux, bevor es Zidane 1996 zu Juventus Turin, die 3,5 Millionen Euro Ablöse zahlten, nach Italien zog.

In seiner Laufbahn verbuchte Zidane zahlreiche große Erfolge, wobei an erster Stelle natürlich der Gewinn der Fußball-Weltmeisterschaft und den Sieg bei der Europameisterschaft 1998 bzw. 2000 mit Frankreich steht. Neben der Champions League gewann der torgefährliche Techniker auch noch die UEFA Super Cup, wurde mit Juve zweimal italienischer und mit Real einmal spanischer Meister.

Unrühmlich war jedoch Zidanes Abgang von der großen Fußballbühne: Denn im WM-Finale 2006 in Berlin gegen Italien ließ er sich nach einer Provokation von Marco Materazzi zu einem Kopfstoß hinreißen und wurde mit glatt Rot des Feldes verwiesen. Für den Heißsporn war es der 15. Platzverweis seiner Karriere. Aber auch nach seiner aktiven Karriere ist Zinédine Zidan dem Fußball und Real Madrid verbunden geblieben und trainiert die zweite Mannschaft der Königlichen.