Transfer Klassiker: Gabriel Batistuta vom AC Florenz zum AS Rom


Karriere von Gabriel Batistuta im Porträt

Als Gabriel Batistuta den AC Florenz im Sommer 2000 nach neun Jahren Vereinszugehörigkeit Richtung AS Rom verließ, wollte sich der legendäre Torjäger seinen lang gehegten Wunsch der Meisterschaft erfüllen.

Das sollte „Batigol“ auch auf Anhieb gelingen. Dass ihn die Roma damals zum bestbezahlten Kicker der Welt machten, war sicher ein positiver Nebeneffekt des Transferklassikers. 1991 wechselte der damals 22-jährige Gabriel Batistuta ablösefrei vom argentinischen Spitzenverein Boca Juniors zum AC Florenz nach Europa.

 

Dort sollte der Torjäger mit insgesamt neun Jahre den Großteil seiner Karriere verbringen, wobei er zwischen 1992 bis 1994 auch an der Seite von Stefan Effenberg kickte. Dank seiner vielen Toren eroberte der Argentinier die Herzen der Fans im Sturm und avancierte zum absoluten Publikumsliebling. Aber sonderlich erfolgreich war die Zeit beim AC Florenz nicht. Selbst einen Abstieg in die Serie B im Jahre 1992 musste der Stürmer verkraften, wobei er aber nicht wie viele andere Stars in dieser Situation dem Verein den Rücken kehrte.

Doch Florenz schaffte den sofortigen Wiederaufstieg und dann ging der Stern des Stürmerstars erst so richtig auf. In der Saison 1994/95 wurde er mit 26 Toren Torschützenkönig der Serie A und ein Jahr später gewann Batistuta mit der Fiorentina den italienischen Pokal und Supercup. Doch den Titelhunger des ehrgeizigen Gauchos konnte das beileibe nicht stillen und so entschied sich Batistuta, den Verein aufgrund von Perspektivlosigkeit zu verlassen. Sehr zur Trauer der Viola-Fans, die gegen die damalige Klubführung Sturm liefen, da diese in ihren Augen zu wenig unternahm, um Batistuta zu halten.

Wechsel zum AS Rom - Karriereende bei al-Arabi

Nach 269 Spielen und 168 Toren für den AC Florenz wechselte Gabriel Batistuta im Sommer 2000 für die damals astronomische Ablösesumme von 32,5 Millionen Euro zum AS Rom. Neben der Roma buhlten auch Inter Mailand und Lazio Rom um die Dienste des damals 31-jährigen Goalgetters, doch letztendlich gewann der AS Rom das Rennen. Sicher auch, weil man Batistuta mit einem Jahresgehalt von 6 Millionen Euro zum bestbezahlten Fußballer der Welt machte.

Aus sportlicher Sicht sollte sich der Wechsel lohnen, denn mit der Roma gewann Gabriel Batistuta gleich in der ersten Saison den heiß ersehnten Meistertitel. In der Folgesaison konnte der 78-fache Nationalspieler Argentiniens noch einmal den Supercup gewinnen, doch danach machte sich immer mehr Rost am Glanz von „Batigol“ breit. Wegen Formschwäche wurde er im Winter 2003 an Inter Mailand ausgeliehen, wo Batistuta aber auch nicht überzeugen konnte. Im Sommer 2003 wechselte der Angreifer zum Ende seine Laufbahn zum Klub al-Arabi nach Katar, wo er 2005 seine Karriere beendete.