WM 2014: Shaqiri ballert seine Schweiz ins Achtelfinale


Schweiz steht im Achtelfinale der WM 2014

Dank eines überragenden Xherdan Shaqiri hat die Schweiz das Achtelfinale bei der WM 2014 erreicht. Im letzten Spiel der Gruppe E behielten die von Ottmar Hitzfeld trainierten Eidgenossen mit 3:0 (2:0) die Oberhand gegen Honduras, wobei Shaqiri alle drei Treffer erzielte.

Damit verdrängte die Schweiz Ecuador vom 2. Platz, die ihrerseits gegen Frankreich 0:0 spielten. Die Alpenrepublik trifft im Achtelfinale nun auf Argentinien, während es Frankreich mit Nigeria zu tun bekommt. Nach dem vor dem Honduras-Spiel die Kritik an Xherdan Shaqiri lauter wurde, gab der Mittelfeldspieler von Bayern München die richtige Antwort auf dem Platz.

 

Vor 44.310 Zuschauern in der Arena Amazonia in Manaus brachte der „Kraftwürfel“ die Schweiz in der 6. Minute mit einem Traumtor in Führung, als sein Schuss aus knapp 16 Metern unhaltbar im linken Winkel einschlug. In der 31. Minute vollendete Shaqiri ein Zuspiel von Admir Mehmedi und schob das Leder cool am Honduras-Keeper Noel Valladares zum 2:0 vorbei. Doch damit war die Shaqiri-Show noch nicht vorbei. Einen Konter in der 71. Minute vollstreckte der 23-Jährige nach Drmic-Vorarbeit und sorgte für die Entscheidung und zugleich den Endstand.

Xherdan Shaqiri ist ein Spieler, der den Unterschied ausmachen kann, weil er Spiele entscheiden kann. Ich habe ihn heute als 10er spielen lassen, das hat sich bezahlt gemacht“, sagte Nati-Coach Hitzfeld nach der Partie.

Honduras wurde aber unter Wert geschlagen, denn die „H“ verbuchten mehr Ballbesitz und waren engagiert und bemüht. Der Sieg der Nati war aber dennoch verdient, fiel aber um ein, zwei Tore zu hoch aus. Der Schweiz reichte die individuelle Klasse von Shaqiri sowie Wolfsburg-Torwart Diego Benaglio, der ein ums andere Mal stark parierte.

Frankreich nach Remis gegen Ecuador Gruppensieger

Die Schweiz profitierte von dem 0:0-Unentschieden der Ecuadorianer gegen Frankreich. Denn bei einem Sieg der El Tri gegen die Auswahl von Trainer Didier Deschamps, wären die Südamerikaner weiter gewesen. Doch am Ende konnte Ecuador mit dem Punktgewinn glücklich sein, da Frankreich vor allem im zweiten Durchgang eine Vielzahl an Chancen hatte. Von Ecuador kam viel zu wenig, aber auch die Franzosen boten lange Zeit nur Magerkost. Von Ballzauber und Leichtfüßigkeit war im legendären Maracana-Stadion in Rio de Janeiro nichts zu sehen. Les Bleus spielte aber auch mit einer besseren B-Elf, da man zuvor bereits die Qualifikation für das Achtelfinale so gut wie sicher hatte.

Ecuador ist von den fünf südamerikanischen WM-Teilnehmern die einzige Mannschaft, die sich nicht für die Runde der letzten 32 qualifizieren konnte. Dagegen stehen neben Brasilien auch Chile, Kolumbien und Uruguay im Achtelfinale.