WM 2014: Last-Minute-Griechen folgen Kolumbien ins Achtelfinale


Griechenland und Kolumbien im Achtelfinale

Nachdem sich mit Spanien, Italien, England oder Kroatien schon einige europäische Top-Teams von der WM verabschiedet haben, sorgte Griechenland in der Gruppe C für eine faustdicke Überraschung. Dank eines 2:1-Erfolges in letzter Sekunde gegen die Elfenbeinküste springen die Hellenen auf den Achtelfinal-Zug.

Im Parallelspiel behielt Kolumbien souverän mit 4:1 gegen Japan die Oberhand und zieht als Gruppenerster in die K.o.-Runde ein. Im Achtelfinale kommt es somit zum Südamerika-Duell zwischen den Kolumbianern und Uruguay. Griechenland trifft dagegen auf das Überraschungsteam aus Costa Rica.

 

Nach einer verhaltenen Anfangsphase erspielten sich die Griechen, die zum Siegen verdammt waren, gegen die Elfenbeinküste mehr und mehr ein Übergewicht und verbuchten im gesamten Spiel ein Chancenplus, wobei man allein dreimal am Aluminium scheiterte. Den verdienten Führungstreffer markierte Andreas Samaris (42.) kurz vor der Halbzeit, doch nach dem Seitenwechsel erhöhten dann wiederum die Ivorer, denen ein Remis zum Weiterkommen gereicht hätte, den Druck.

Das Risiko wurde durch den Ausgleichstreffer von Wilfried Bony (74.) belohnt, woraufhin Sabri Lamouchi die „Elefanten“ wieder defensiver einstellte. Mit dem Mute der Verzweiflung rannten die aufopferungsvoll kämpfenden Hellenen an und gewährten der Elfenbeinküste immer wieder gute Kontermöglichkeiten, die aber nicht clever genug zu Ende gespielt wurde. Als den Afrikanern das Achtelfinal-Ticket schon nicht mehr zu nehmen schien, wurde Georgios Samaras in der Nachspielzeit bei einem Schussversuch von Giovanni Sio im Strafraum gefoult und der Schiedsrichter entschied zurecht auf Elfmeter. Der Gefoulte übernahm die Verantwortung und verwandelte sicher zum 2:1-Siegtreffer für Griechenland, die somit erstmals in die K.o.-Runde einer Fußball-Weltmeisterschaft einziehen.

Kolumbien ist Gruppensieger

Dort steht auch Kolumbien, die aber schon vor dem letzten Gruppenspieltag sicher qualifiziert waren, während es für Japan noch um das Erreichen des Achtelfinales ging. Doch die Samurai Blue präsentierten sich über die gesamte Spielzeit zu einfallslos und zeigten große Schwächen in der Chancenverwertung. Ganz anders die Cafeteros, bei denen zahlreiche Stammkräfte geschont wurden. Den Torreigen eröffnete Juan Cuadrado (17) per Elfmeter, nachdem der künftigen BVB-Stürmer Adrian Ramos im Strafraum gefoult wurde.

Wenigen Sekunden vor der Halbzeit gelang Shinji Okazaki (45.+1) der Ausgleich, der nochmals neue Hoffnung im Lager der Asiaten weckte. Doch diese wurden durch Jackson Martinez (55.) schnell wieder getrübt. Das WM-Aus vor Augen boten die Japaner in der Folgezeit eine bessere Leistung, doch der erneute Ausgleich gelang trotz guter Chancen nicht. In der Schlussphase verpassten abermals Martinez (82.) und der eingewechselte Nestor Rodriguez (90.) den Asiaten den K.O. und bescherten den Kolumbianer mit drei Siegen aus drei Vorrundenspielen eine blütenweiße Weste.