WM 2014: Ausblick und Chancen von Deutschland


Deutschland bei der WM 2014 in Brasilien

Der Meister ist so gut wie gekürt und die Entscheidungen im DFB-Pokal und in den europäischen Clubligen spitzen sie sich immer mehr zu. Und so richtet sich tatsächlich allmählich der Blick nach Brasilien, wo im Sommer das größte Fußballfest des Jahres über die Bühne geht: die Fußball-WM 2014 in Brasilien.

Neben 30 weiteren Teilnehmern, den Gastgeber ausgenommen, wird auch die deutsche Fußballnationalmannschaft im Juni an den Zuckerhut reisen. Für deutsche Fans stellt sich daher im Vorfeld eine große Frage: Ist die DFB-Auswahl, nachdem sie von den internationalen Turnieren in den letzten Jahren immer mit leeren Händen abreisen musste (letzter EM-Titel: 1996, letzter WM-Titel: 1990), endlich wieder reif für den Titel?

Die letzten Jahre: immer vorne mit dabei, aber kein Titel. Seit Joachim Löw die Zügel der DFB-Elf im Jahr 2006 endgültig übernommen hat, davor war er zwei Jahre Assistent unter Jürgen Klinsmann, hat sich viel geändert. Eine technische und offensive Spielweise dominiert den Stil der neuen, jungen Nationalmannschaft, deren größte Baustelle sich folglich in der Hintermannschaft eröffnet.

Dass es sich bei dieser Transformation um keine schlechte handelt, zeigt sich allein schon daran, dass die Deutschen seither immer vorne mit dabei waren (Halbfinalteilnahme EM 2012 und WM 2008). Bitter bleibt es aber, dass es nie für den ganz großen Wurf gereicht hat. Ob sich das ändern kann?

WM 2014: 7 Spiele definieren den Weg zum Titel

Drei Gruppenspiele und vier Finalrundenspiele liegen zwischen den Deutschen und dem Weltmeistertitel. Den ersten Abschnitt markiert die Gruppenphase, in welcher sich die DFB-Auswahl mit Portugal, Ghana und den USA konfrontiert sieht. Sportlich können zumindest Ghana und die USA den Deutschen nicht das Wasser reichen und auch Portugal hat sich in den letzten Jahren (Vorrunde EM 2012, Viertelfinale EM 2008, Spiel um Platz 3 WM 2006) regelmäßig die Zähne an den Adlerträgern ausgebissen. Auch die Statistik, die in der gesamten WM-Historie der DFB-Auswahl kein einziges WM-Vorrunden-Aus dokumentiert, spricht dafür, dass Deutschland in die Finalrunden einzieht.

Im Achtelfinale wird es dann zu einer Begegnung mit einem WM-Teilnehmer der Gruppe H, also Belgien, Algerien, Russland oder Südkorea, kommen. Dass bereits die erste Finalrunde die Endstation für die Deutschen markiert, auch dagegen spricht sich die Statistik aus. Das Viertelfinale hingegen hat sich bereits dreimal als Stolperstein erwiesen. Jugoslawien (1962), Bulgarien (1994) und Kroatien (1998) zeichnen jeweils dafür verantwortlich.

Spanien wieder Topfavorit?

Mit der Schweiz, Frankreich oder Argentinien tragen die potenziellen Viertelfinalgegner der WM 2014, die Gruppe E oder F entstammen, auch bereits recht klangvolle Namen. Das Halbfinale eröffnet dann schließlich das Teilnehmerfeld aus Gruppe A bis D. Brasilien, Spanien, Holland, England, Italien oder Uruguay könnte in dieser Finalrunde auf die Deutschen warten. Historisch betrachtet haben der DFB-Auswahl Nationen wie Spanien (2010) oder Italien (2006) das bittere Halbfinal-Aus beschieden.

Was auch immer Statistik und Historie dokumentieren, die Experten jedenfalls sind sich einig, dass die WM-Form der deutschen Fußballnationalmannschaft stimmt, immerhin zählt Deutschland zu den ganz großen Favoriten am Zuckerhut und so könnte sie sich, mit etwas Glück, 2014 endlich wieder in die WM-Geschichtsbücher eintragen.