Confed Cup: Deutschland erkämpft 1:1-Unentschieden gegen Chile - Stindl trifft


Bildquelle: von Fanny Schertzer (Eigenes Werk) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons (Bild bearbeitet)

Deutschland hat sich am 2. Spieltag der Gruppenphase des Confed Cups gegen bissige Chilenen ein 1:1-Unentschieden erkämpft und somit das Tor zum Halbfinale weit aufgestoßen. Das junge deutsche Perspektivteam hatte Anfangs noch große Mühe mit den körperlich überlegenen Südamerikanern, fand aber nach der Pause deutlich besser ins Spiel und verdiente sich den Punkt mit großem Kampfgeist.

Durch das Remis haben Deutschland und Chile jetzt jeweils vier Punkte auf dem Konto und liegen in der Gruppe B gleichauf. Auch das zweite Gruppenspiel zwischen Kamerun und Australien endete 1:1. Am Sonntag reicht dem Weltmeister ein Unentschieden gegen Kamerun, um den Sprung ins Halbfinale zu fixieren.

Chile, bei denen u.a. Arturo Vidal und Alexis Sanchez in der Startelf standen, erwischte gegen den jungen Nachwuchs der Weltmeister den besseren Start und setzte die deutsche Auswahl früh unter Druck. Die Folge war die frühe Führung von La Roja in der 6. Minute, der ein schlampiger Pass des nervös wirkenden Shkodran Mustafi vorausging. Vidal setzte Sanchez in Szene und der Arsenal-Star ließ Marc-Andre ter Stegen im DFB-Kasten aus kurzer Distanz keine Chance.

Die jungen, unerfahrenen Adlerträger waren von dem stark aufspielenden und dominanten Chilenen sichtlich beeindruckt und hinterließen einen eingeschüchterten Eindruck. In der 20. Minute hat der Copa-America-Champion den zweiten Treffer auf dem Fuß, doch der Ex-Hoffenheimer Vargas traf nur die Latte. Glück für Deutschland, die sich mit der Zeit besser auf das körperbetonte Spiel des Gegners eingestellt hatte. Obwohl sich das Löw-Team vom anfänglich eisernen Klammergriff der Chilenen befreien konnte und zunehmen mehr Mut entwickelte, versprühten Julian Draxler und Co. herzlich wenig Torgefahr und verbuchten nur einen halbherzigen Abschluss.

Stindl trifft zum Ausgleich – DFB-Team in 2. Halbzeit auf Augenhöhe

Doch kurz vor der Pause konnte die DFB-Elf den Ausgleich erzielen. Emre Can, bester Spieler der Deutschen, bediente Jonas Hector auf links, dessen Flanke Lars Stindl aus sieben Metern über die Linie bugsierte (41.). Das 1:1 kam durchaus überraschend, war aber dennoch nicht unverdient. Mit dem Unentschieden ging es in die Kabine.

Im zweiten Durchgang präsentierte sich Deutschland taktisch und kämpferisch verbessert und übernahm mehr und mehr das Zepter. Der Offensive mangelte es aber weiterhin an Durchschlagskraft, aber auch Chile auf der anderen Seite blieb offensiv harmlos. Abgesehen von einem zaghaften Abschluss von Stindl gab es kaum zwingende Torchancen, sodass die Partie dem Ende entgegen plätscherte. Schlussendlich blieb es beim einem leistungsgerechten 1:1-Unentschieden, mit dem Deutschland und auch Chile gut leben können, haben beide doch das Weiterkommen beim Confed Cup in der eigenen Hand.