DFB-Pokal: FC Bayern nach Elferkrimi weiter - Arminia Bielefeld gelingt Sensation


Viertelfinale des DFB-Pokals

Der FC Bayern München hat in einem hitzigen Viertelfinale bei Bayer Leverkusen am Ende die besseren Nerven und setzte sich im Elfmeterschießen 5:3 durch. Dagegen hat Drittligist Arminia Bielefeld für die nächste Sensation gesorgt und den haushohen Favoriten Borussia Mönchengladbach aus dem DFB-Pokal gekegelt. Auch Borussia Dortmund und der VfL Wolfsburg lösten das Ticket fürs Halbfinale, in dem es nun zum Klassiker zwischen Bayern gegen BVB kommt.

Titelverteidiger Bayern München gastierte im Viertelfinale in Leverkusen und beide Teams boten sich in der BayArena einen packenden, intensiven und temporeichen Pokalfight.

 

Tore sollten aber dennoch nicht fallen, was vor allem den starken Leistungen der Torhüter Bernd Leno im Bayer-Kasten sowie Manuel Neuer aufseiten des FC Bayern geschuldet werden durfte. So musste die Entscheidung letztendlich im Elfmeterschießen fallen, in dem die Guardiola-Elf die besseren Nerven vom Punkt bewies. Schließlich verwandelten die Münchner alle fünf Elfmeter souverän, wobei Thiago den letzten und entscheidenden Treffer markierte. Neuer hatte hingegen gleich den ersten Elfer von Josip Drmic pariert.

Auch wenn die mitreißende Partie eigentlich keinen Verlierer verdient hat, geht der Sieg der Bayern unterm Strich in Ordnung. Denn der FCB erspielte sich trotz diverser Ausfälle (Ribery, Robben, Alaba, Schweinsteiger) ein spielerisches Übergewicht und verbuchte ein leichtes Plus an Torchancen. Zudem erzielte Robert Lewandowski (59.) einen regulären Treffer, der aber zu Unrecht aberkannt wurde.

Nach Hertha BSC und Werder Bremen fand Favoritenschreck Arminia Bielefeld sein nächstes prominentes Pokal-Opfer. Der Tabellenführer der 3. Liga setzte sich sensationell gegen den Champions-League-Kandidaten Borussia Mönchengladbach durch, wobei die Entscheidung ebenfalls im Elfmeterschießen (5:4) fiel. Tragischer Held des Abends war Ibrahim Traore, der den entscheidenden Strafstoß im Elfmeterschießen verschoss. Nach 120 Minuten stand es 1:1. Nach dem Manuel Junglas (26.) die Hausherren in Führung brachte, konnten die Fohlen nur sechs Minuten später durch einen verwandelten Foulelfmeter von Max Kruse den Ausgleich erzielen.

Dortmund und Wolfsburg ebenfalls im Halbfinale

Bereits am Dienstag setzte sich Borussia Dortmund in einem wahren Pokal-Thriller mit 3:2 n.V. gegen Hoffenheim durch. Während der regulären Spielzeit trafen Neven Subotic (19.) und Pierre-Emerick Aubameyang (57.) für die Schwarz-Gelben, nachdem die Gäste die Partie zwischenzeitlich durch die Tore von Kevin Volland (21.) und Roberto Firmino (28.) gedreht haben. Sebastian Kehl avancierte in der 107. Minute mit einem sehenswerten Volleyschuss aus der zweiten Reihe zum Matchwinner. Der VfL Wolfsburg setzte sich dagegen in einer über weite Strecken ausgeglichenen Partie mit 1:0 gegen den SC Freiburg durch. Den Siegtreffer steuerte Ricardo Rodriguez (72.) per Elfmeter bei.

Im DFB-Pokal Halbfinale kommt es nun zur Neuauflage des Vorjahresfinales zwischen Bayern München und Borussia Dortmund, während das Überraschungsteam aus Bielefeld den VfL Wolfsburg zu Gast hat. Das ergab die Auslosung am Mittwochabend.