Champions League: Real Madrid folgt Juventus Turin trotz Pleite ins Finale


Atletico gewann im heinischen Estadio Vicente Calderon das Rückspiel im CL-Halbfinale mit 2:1 gegen Real Madrid

Bildquelle: von Leandro Neumann Ciuffo (Estádio Vicente Calderón) [CC BY-SA 2.0], via Wikimedia Commons (Bild bearbeitet)

Real Madrid und Juventus Turin haben erwartungsgemäß das Finale der Champions League erreicht. Die Königlichen wackelten im Rückspiel des Halbfinals bei Atletico Madrid nur kurz, ließen aber trotz Pleite keine Zweifel am Finaleinzug aufkommen. Noch souveräner machte es Juve, dass gegen die AS Monaco auch das Remacht gewinnen konnte.

Real Madrid kann weiter auf die erste Titelverteidigung in der Geschichte der Champions League hoffen. Nach dem deutlichen 3:0-Hinspielerfolg gegen Atletico Madrid konnten sich Cristiano Ronaldo und Co. eine 1:2 (1:2)-Pleite beim Stadtrivalen leisten. Isco (42.) verpasste den Rojiblancos kurz vor den Pause den endgültigen K.o., nachdem diese nach zwei frühen Treffern von Saul Niguez (12.) und Antoine Griezmann (16. /FE) kurzzeitig am Wunder schnupperten.

Somit kommt es am 3. Juni in Cardiff zum interessanten Finale gegen Juventus Turin, während Atletico bereits zum vierten Mal in Folge an Real scheiterte. Letztes Jahr und 2014 konnten die Königlichen jeweils im Endspiel über Atletico Madrid triumphieren, 2015 setzten sich die Blancos im Viertelfinale durch.

Doch am Mittwochabend brannte Atleti vor heimischer Kulisse im Estadio Vicente Calderon in der Anfangsphase eine wahren Feuerwerk ab und setzten Real energisch unter Druck. Der Lohn der Arbeit waren zwei schnelle Tore. Erst köpfte Niguez die Hausherren in Front und nach einem Foul an Fernando Torres verwandelte Griezmann den fälligen Elfmeter zum 2:0. Real Madrid ließ sich davon aber nicht schocken und übernahm anschließend mehr und mehr die Kontrolle, zumal auch Atletico den Fuß vom Gaspedal nahm. Die Vorentscheidung in einer hitzigen Partie fiel kurz vor dem Pausenpfiff, als Karim Benzema gleich drei Verteidiger an der Grundlinie ausspielte und Toni Kross bediente. Den Schuss des deutschen Weltmeisters konnte Keeper Jan Oblak zwar noch stark parieren, beim Abstauber von Isco war er aber chancenlos. Somit hätte Atletico Madrid noch drei Treffer benötigt, um der Zidane-Elf das Finalticket aus den Händen zu reissen.

Zwar erspielten sich die Colchoneros nach Wiederanpfiff einige gute Möglichkeiten, letztendlich blieb es aber beim 2:1, sodass Real Madrid den Sprung ins Finale feiern darf.

Juventus Turin gewinnt auch Rückspiel gegen AS Monaco

Dort wartet mit Juventus Turin ein bärenstarker Herausforderer. Der italienische Serienmeister gewann bereits am Dienstag das Rückspiel gegen die AS Monaco mit 2:1, nachdem die Bianconeri auch das Hinspiel mit 2:0 zu ihren Gunsten entschieden. Die Monegassen legten stürmisch los, doch in der 25. Minute vollstreckte Mario Mandzukic im Nachschuss und brachte Juve vorentscheidend in Front. Altmeister Dani Alves war es dann, der Monaco mit einem sehenswerten Volleytreffer aus 18 Metern den endgültigen Nackenschlag verpasste. Schon im Hinspiel bereitete der Linksverteidiger beide Tore für die 'Alte Dame' vor.

Nach dem Seitenwechsel verwaltete Juventus Turin gekonnt das Ergebnis. Der AS Monaco gelang drei Minute vor Schluss immerhin der Ehrentreffer, den Shootingstar Kylian Mbappe markierte. Für Juve war es das erste Gegentor in der Champions League nach 690 Minuten!