Champions League: Atletico macht Madrider Finale perfekt


Champions League Finale mit Real und Atletico Madrid

Am 24. Mai kommt es im Estadio da Luz in Lissabon zu einer Premiere. Erstmals überhaupt stehen sich im Endspiel der Champions League mit Real Madrid und Atletico Madrid zwei Mannschaften aus einer Stadt gegenüber. Nicht nur, weil Madrid und Lissabon lediglich etwas mehr als 600 Kilometer voneinander entfernt liegen, wird das Stadion sicherlich fest in spanischer Hand sein.

Atletico Madrid machte am Mittwochabend mit einem 3:1-Sieg beim FC Chelsea das Madrider Endspiel perfekt. An der Stamford Bridge entwickelte sich von Anfang an vor allem dank eines deutlich offensiveren FC Chelsea eine um einiges attraktivere Partie als das 0:0 im Hinspiel.

Die Blues, die in der Anfangsphase bei einem Lattentreffer von Koke noch Glück hatten, gingen zwar nach 36 Minuten durch Fernando Torres in Führung, doch die Freunde über diesen Treffer währte nicht lange. Eine Minute vor der Pause gelang Adrian Lopez der Ausgleich für die Gäste, die sich vor allem defensiv sehr gut geordnet präsentierten und nach vorne immer wieder gefährlich waren.

Chelsea London war zwar auch im zweiten Durchgang bemüht, scheiterte aber entweder an der Abwehr Atleticos oder in letzter Instanz am ganz starken Torhüter Thibaut Courtois, der pikanterweise von Chelsea an Atletico ausgeliehen ist. Als Diego Costa nach einer Stunde einen von Samuel Eto'o an ihm selbst verursachten Strafstoß zum 1:2 verwandelte, war die Vorentscheidung schon gefallen und nach 72 Minuten machte Arda Turan mit dem 1:3 schon alles klar für Atletico, das sich mit einer solchen Leistung auch im Endspiel nicht zu verstecken braucht.

Real Madrid deklassiert die Bayern

Bereits am Dienstag hatte Real Madrid erstmals nach zwölf Jahren wieder den Final-Einzug in der Champions League geschafft. Nach dem 1:0 im Hinspiel gewannen die Königlichen in dieser Form völlig überraschend mit 4:0 beim FC Bayern München, dessen Traum von der Titelverteidigung damit jäh geplatzt ist. Zum Verhängnis wurden den Bayern vergleichsweise einfache Mittel: Real Madrid stand hinten sicher, fuhr immer wieder brandgefährliche Konter und zeigte sich bei Standardsituationen extrem effektiv. So resultierten die ersten beiden Tore in der 16. und 20. Minute aus einer Ecke und einem Freistoß, die jeweils Sergio Ramos per Kopf versenkte.

Als Cristiano Ronaldo schon nach 34 Minuten einen perfekt vorgetragenen Konter zum 0:3 abschloss, waren die Finalchancen der offensiv erneut einfallslosen Bayern bereits auf dem Nullpunkt angekommen, auch wenn die Mannschaft von Trainer Pep Guardiola nach der Pause noch einmal alles versuchte. Allerdings erfolglos, denn den Schlusspunkt setzte in der 89. Minute erneut Ronaldo mit einem direkt verwandelten Freistoß zum 0:4-Endstand.